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Description
Wissenschaftliche Untersuchungen über Rauschmittel und Kreativität sind rar. Aber viele Literaten schufen sich künstliche Paradiese.Wie die vorliegende Arbeit zeigt, ist es überaus sinnvoll, sich mit der spezifischen Drogendisposition der Schriftsteller und der Bedeutung für das Werk auseinanderzusetzen, da dieser Ansatz zu einer neuen Sichtweise und zu einem erweiterten Grundverständnis der Arbeit und der Persönlichkeit des Künstler beiträgt.Ausgehend von einer kultur- und literaturgeschichtlichen Betrachtung der jeweiligen Drogenklassen untersucht die vorliegende Studie, inwieweit Georg Trakl die Drogenerfahrung inhaltlich und formal nutzbar gemacht hat und inwieweit es ihm gelungen ist, eine lyrische Sprache für das Erlebnis des Rausches zu finden.An diesem Beispiel zeigt Helen Roth, dass es dabei keineswegs zu einer Abwertung der Aussagekraft seiner lyrischen Werke kommt. Die traumhaften Bilder und lyrischen Klangstrukturen sind keine Trugbilder, die alleine durch die Rauscherfahrung entstanden sind, sondern Abbilder seines Seelenlebens. Die Droge ersetzt dabei keineswegs die literarische Begabung. Der Schreibende wird vielmehr zum Übersetzer zwischen zwei Wahrnehmungsebenen. 1 Einleitung2 Die soziale Dimension und die Ästhetik des Rausches von der Romantik bis zum Expressionismus2.1 Drogen im 19. Jahrhundert2.1.1 Von der Suche nach der blauen Blume2.1.2 Grenzsituationen im Wahn und Rausch, das gespaltene Ich2.1.3 Alpträume in der Matratzengruft: Die Nebenwirkungen der Droge2.1.4 Die philosophische Beurteilung des Rausches2.1.5 Die Eroberung des Traums im Rausch2.1.6 Bekenntnisse eines Inspirierten2.1.7 Die neue Droge der Künstler2.1.8 Der Rausch als Wegbereiter ins Exil2.1.9 Der Künstler als Seher2.2 Drogen im 20. Jahrhundert2.2.1 Wirtschaftliche Lage und soziale Struktur2.2.2 Das neue Verständnis der Kunst, bzw. Rückbesinnung auf romantische Wertvorstellungen und ästhetische Prinzipien2.2.3 Die jungen Wilden, der Niederriss aller Grenzen2.2.4 Die Droge als Mittel zur Zertrümmerung der Wirklichkeit und Steigerung des Intellekts2.2.5 Rauschmittel als Betäubungs- und Heilmittel zur Selbsttherapie2.2.6 Das Problem der Desintegration2.2.7 Das Motiv der Einsamkeit und Isolation in der Großstadt in der Malerei2.2.8 Die heimliche Krankheit: Stigmatisierung durch die Sucht3 Die bedeutendsten Drogen im Überblick 3.1 Opium und Opiate3.2 Cannabis3.3 Kokain3.4 Meskalin3.5 Inhalationsstoffe und Narkosemittel3.6 Barbiturate3.7 Alkohol3.8 Tabak4 Zur Darstellung von Trakls Rauschmittelkonsum 4.1 Kurzer Überblick über Trakls Drogenkonsum4.2 Die spezifische Genese der Rauschmittelproblematik4.3 Zur Frage nach der Sucht4.4 Ursachen und Motive für Trakls ausgeprägten Rückgriff auf Rauschmittel4.4.1 Zur Rolle der Mutter4.4.2 Zum Wesen und zum Wirklichkeitsempfinden Georg Trakls4.4.3 Zur Bedeutung der Schwester4.4.4 Literarische Vorbilder und Rebellion gegen die Scheinmoral der Gesellschaft5 Spurensuche5.1 Die Bedeutung des Rausches für Trakls literarischen Schaffensprozess5.2 Die Verarbeitung von Rausch und Rauschmittel im literarischen Kontext5.2.1 Zur Ästhetisierung des Rausches in Trakls früher Dichtung5.2.2 Zur Farbsymbolik5.2.3 Zur Ästhetisierung von Rausch und Rauschmitteln5.2.4 Zu den Synästhesien6 SchlussbetrachtungLiteraturverzeichnis



