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Die gegenwärtige Finanzkrise zeigt, wie bedeutsam Controlling für Finanzinstitutionen ist. Eine wesentliche Ursache dieser Krise war die Unterschätzung der Risiken von Zweckgesellschaften, die im Zentrum der Asset Backed-Finanzierung stehen. Welches sind aber jene Einflussfaktoren, die für die Lebensfähigkeit einer Zweckgesellschaft bedeutsam sind? Gibt es grundlegende Gestaltungsmerkmale, welche Zweckgesellschaften und ihre Controlling-Systeme aufweisen sollten, um auf Veränderungen der Umwelt angemessen reagieren zu können und ihre Existenz nachhaltig zu sichern? Ist der Markt fähig, in dieser Hinsicht optimale Zweckgesellschaften hervorzubringen oder ist der Regulator gefragt? Welche Rolle spielt dabei die Akzeptanz von Gestaltungsformen durch externe Beobachter wie Rating-Agenturen? Welchen Einfluss auf Zweckgesellschaften hat Vertrauen in die externen Beobachter? Was macht Zweckgesellschaften für Vertrauenskrisen besonders anfällig?Der Autor gibt Antworten und Denkanstöße für die Beantwortung dieser Fragen. Zweckgesellschaften werden dabei als Maschinenorganisationen betrachtet und untersucht. Die Krise lehrt: Konstruktionsfehler bei Zweckgesellschaften können wie bei Maschinen verheerende Folgen haben. Deshalb sollten auch diese Standards genügen, wie sie in ähnlicher Weise an Maschinen in der Realwirtschaft gestellt werden. Hier werden Ansätze und Wege für die Formulierung derartiger Standards aufgezeigt. Dabei wird versucht, die teilweise doch recht abstrakten Ausführungen an Beispielen zu illustrieren.Diese Arbeit ist als Dissertation auf dem Gebiet des Wirtschaftsingenieurwesens mit dem Schwerpunkt Controlling an der BTU Cottbus entstanden. Da der Autor seine Erfahrungen aus 15-jähriger Tätigkeit im Investmentbanking in die Arbeit einfließen lässt, ist dieses Buch für Praktiker und Wissenschaftler gleichermaßen interessant.
(Table of content)
1 EinleitungProblemstellung - Zielstellung - Gang der Untersuchung2 Netzplantechnik als Controlling-InstrumentKapitelüberblick - Grundlagen der GERT-Netzplantechnik - Finanzwirtschaftliche Projekt-Perspektive - Ingenieurtechnisches Beispiel - Verwertungsrechte an Teilprojekten - Finanzwirtschaftlich optimale Kombinationen von Verwertungsrechten3 Bezugsrahmen des Controlling-SystemsKapitelüberblick - Grundlagen - Zweckgesellschaft als Maschinen-Organisation - Zweckgesellschaft als lebensfähiges System4 Vermaschte Regelung der ZweckgesellschaftKapitelüberblick - Grundlagen der Multiagent-Systeme - Multiagent-System Zweckgesellschaft - Die Agenten der Zweckgesellschaft5 Controlling der Dynamik einer ZweckgesellschaftKapitelüberblick - Auswahl der Methode - Grundlagen der systemdynamischen Modellierung - Systemabgrenzung - Problembeschreibung und Untersuchungszweck - Identifizierung der problemrelevanten Größen - Wirkung der problemrelevanten Größen - Mathematische Zusammenhänge zwischen den Größen - Computermodell für die Veränderung der Equity Tranche - Modelltest6 Externe Einschätzung des Controlling-SystemsKapitelüberblick - Systemabgrenzung - Einfluss auf das Verhalten der Zweckgesellschaft - Einfluss auf die Gestaltung der Zweckgesellschaft - Ratingagenturen7 Zusammenfassung und AusblickZusammenfassung - Anwendungsmöglichkeiten - Ausblick8 Literaturverzeichnis
(Author portrait)
Dr. Martin Schnauß, CFA, FRM, ist Executive Director bei der Bank Julius Baer, Zürich, und dort für die Insurance Linked Products verantwortlich. Er ist Mitglied der Global Association of Risk Professionals und der Global Association of Investment Professionals. Seine Spezialisierungen liegen auf dem Gebiet des Asset- und Risikomanagements. Der promovierte Wirtschaftsingenieur und Erwin Stephan-Preisträger studierte Mathematik an der TU Berlin und Business Administration an der City University Business School in London.



