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Description
Aus Anlass des 100jährigen Bestehens des Lippischen Heimatbundes erscheint diese Festschrift. Mehr als 20 Historiker und weitere Fachautoren stellen aus ihrer Sicht Aspekte aus Geschichte und Gegenwart der Heimatpflege in Lippe vor. Entstanden ist ein spannendes Spiegelbild der Entwicklung des letzten Jahrhunderts. Wie kein zweiter Verein kümmert sich der Lippische Heimatbund um Kultur und Tradition, um Baugestaltung und Denkmalpflege, um Umweltschutz und Landschaftspflege, um Wandern und Radwandern, um Schule, Geschichte und Volkskunde, um Mundart- und Brauchtumspflege sowie um Arbeit und Wirtschaft im ehemaligen Fürstentum und Land Lippe. Der Verband hat mehr als 12.500 Mitglieder sowie 71 Ortsvereine und verfügt damit über den höchsten Organisationsgrad in der deutschen Heimatbewegung! Friedrich Brakemeier: Einführung. 100 Jahre Heimat bewahren - gestalten - geben - 14Geschichte und Protagonisten des Lippische HeimatbundesHeide Barmeyer: Kontinuität im Wandel. Der Lippische Heimatbund - von der kaiserzeitlichen Gründung zum Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg und die prägende Rolle Bernhard Eberts - 21Jürgen Hartmann: Manfred Fuhrmann - Begründer und erster Vorsitzender des Lippischen Heimatbundes - 81Roland Linde: Hans Sprenger, Heinrich Röhr und Wilhelm Süvern - die Vorsitzenden der Nachkriegszeit in biografischen Skizzen - 95Andreas Ruppert: Wilhelm Rinne - Geschäftsführer zwischen 1963 und 1998 - 103Burkhard Meier: Arnold Ebert und Walter Stich - die Vorsitzenden zwischen 1966 und 2004 in biografischen Skizzen - 109Beiträge zur Geschichte der HeimatpflegeHeinrich Stiewe: Der Architekt und der Landeskonservator. Gustav Meßmann, Karl Vollpracht und die Anfänge des Heimat- und Denkmalschutzes in Lippe - 125Kurt Rohlfs: Naturschutz und Landschaftspflege - 163Imke Tappe-Pollmann: Volks- und Kinderlieder in Lippe - 179Manfrid Ehrenwerth: Lippische Volkstrachten - 195Willy Gerking: Der Heimatkundegedanke in der lippischen Volksschule - 207Jürgen Scheffler: Im »Dienst der Heimatpflege« - Karl Meier und der Verein Alt-Lemgo - 223Stefan Wiesekopsieker: Bilder für lippische Schulen - ein Beitrag zur Unterstützung heimischer Künstler und zum Denkmalschutz - 243Annette Fischer: Typisch lippisch!? - Zur Konstruktion einer regionalen Identität - 259Lothar Albertin: Die kommunale Neugliederung - eine doppelte Herausforderung für den Lippischen Heimatbund - 269Die Heimatpflege heuteAndreas Scholz / Andreas Rahns: Die Fachstelle Umweltschutz und Landschaftspflege - 289Herbert Theodor Winkler: Die Fachstelle Baugestaltung und Denkmalpflege - 301Manfred Sieker: Die Fachstelle Schule - 329Heinz Schäfermann: Die Fachstelle Mundart und Brauchtum - 347Imke Tappe-Pollmann: Die Fachstelle Volkskunde - 355Helmut Depping: Die Fachstelle Wandern - 361Paul Harff: Die Fachstelle Heimat, Arbeit und Wirtschaft - 373Fred Piechnik: Die Fachstelle Radwandern - 379Stefan Wiesekopsieker: Die Fachstelle Geschichte - 385Burkhard Meier_ Die 71 Ortsvereine im Bildporträt - 391Florian Greiner: 100 Jahre Lippischer Heimatbund - Namen, Zahlen und Fakten - 429Susanne Hellfaier: Die Veröffentlichungen des Lippischen Heimatbundes - 447Autorinnen und Autoren - 465Friedrich Brakemeier: Einführung - 14Geschichte und Protagonisten des Lippische HeimatbundesHeide Barmeyer: Bernhard Ebert 21Jürgen Hartmann: Manfred Fuhrmann - 81Roland Linde: Hans Sprenger, Heinrich Röhr und Wilhelm Süvern - 95Andreas Ruppert: Wilhelm Rinne - 103Burkhard Meier: Arnold Ebert und Walter Stich - 109Geschichte der HeimatpflegeHeinrich Stiewe: Die Anfänge des Heimat- und Denkmalschutzes - 125Kurt Rohlfs: Naturschutz und Landschaftspflege - 163Imke Tappe-Pollmann: Volks- und Kinderlieder - 179Manfrid Ehrenwerth: Volkstrachten - 195Willy Gerking: Heimatkunde - 207Jürgen Scheffler: Karl Meier und Alt-Lemgo - 223Stefan Wiesekopsieker: Bilder für lippische Schulen - 243Annette Fischer: Typisch lippisch!? - 259Lothar Albertin: Die kommunale Neugliederung- 269Die Heimatpflege heuteAndreas Scholz / Andreas Rahns: Die Fachstelle Umweltschutz und Landschaftspflege - 289Herbert Theodor Winkler: Die Fachstelle Baugestaltung und Denkmalpflege - 301Manfred Sieker: Die Fachstelle Schule - 329Heinz Schäfermann: Die Fachstelle Mundart und Brauchtum - 347Imke Tappe-Pollmann: Die Fachstelle Volkskunde - 355Helmut Depping: Die Fachstelle Wandern - 361Paul Harff: Die Fachstelle Heimat, Arbeit und Wirtschaft - 373Fred Piechnik: Die Fachstelle Radwandern - 379Stefan Wiesekopsieker: Die Fachstelle Geschichte - 385Burkhard Meier_ Die 71 Ortsvereinet - 391Florian Greiner: Namen, Zahlen und Fakten - 429Susanne Hellfaier: Veröffentlichungen - 447Autoren - 465 Burkhard Meier, M.A. Geboren 1969 in Lage. Studium: Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft in Hannover, Heidelberg und Bonn. Veröffentlichungen zur lippischen Regional- und Lokalgeschichte.www.burkhard-meier.comBücher im Verlag für Regionalgeschichte:Kirchen - Klöster - Mausoleen. Die Grabstätten der Häuser Lippe und Schaumburg-Lippe, 1996Lippe 1908-2008. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart der Heimatpflege, 2008https://www.buchhandel.de/buch/Lippe-1908-2008-9783895347085 Stefan Wiesekopsieker, Dr. Geboren 1964 in Schötmar. Studium: Latein, Germanistik, Pädagogik und Geschichtswissenschaft in Münster und Osnabrück. Oberstudienrat am Rudolph-Brandes-Gymnasium, Bad Salzuflen. Veröffentlichungen zur Geschichte Bad Salzuflens und Lippes.Bücher im Verlag für Regionalgeschichte:Jahrbuch Bad Salzuflen 1 / 1996 - 4 / 1999, 1995-1998Bad Salzuflen 1 / 2000 - 3 / 2002, 2000-2002Rudolf Günther. Ein Bad Salzufler Architekt zwischen Historismus und Expressionismus, 1996Der gute Geist der Badestadt. 125 Jahre Heimat- und Verschönerungsverein Bad Salzuflen, 2001Lippe 1908-2008. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart der Heimatpflege, 2008https://www.buchhandel.de/buch/Lippe-1908-2008-9783895347085Der Geschichte eine Stimme geben. Franz Meyer zum Abschied aus Bad Salzuflen, 2018https://www.buchhandel.de/buch/Der-Geschichte-eine-Stimme-geben-9783739511092Starke Frauen in der Kunst. Künstlerinnen im Aufbruch zur Moderne, 2018https://www.buchhandel.de/buch/Starke-Frauen-in-der-Kunst-9783739510798 Nicht viele Zusammenschlüsse von engagierten Heimatfreunden können auf eine derart aktive und wirksame Tradition zurückblicken wie der Lippische Heimatbund. Mit 16.000 Mitgliedern bei 357.000 Einwohnern im Landkreis verfügt er über eine Organisationsdichte, die in Deutschland einzigartig ist. Der von Burkhard Meier und Stefan Wiesekopsieker zum 100. Jubiläum vorgelegte Band ist Ausdruck der Lebenskraft und des Gestaltungswillens dieser Vereinigung im Dienste der Heimat. Das hochwertige Erscheinungsbild des Einbandes, die beträchtliche Zahl und hohe Qualität thematischer Beiträge und die vielen Abbildungen ermöglichen einen guten Überblick über das Wirken des Heimatbundes seit seiner Gründung im Jahr 1908. Zahlreiche, teils namhafte Autoren konnten für ausführliche, wissenschaftliche Darstellungen gewonnen werden, die die Geschichte, die Protagonisten, die Arbeitsfelder, die Kooperationspartner und die einzelnen Fachgruppen vorstellen. Kurzporträts der Autoren, statistisches Material und ein Überblick über die zahlreichen Veröffentlichungen schließen das Werk ab. Den Anfang macht Heide Barmeyer mit einer ausführlichen Darstellung der Geschichte von der Gründungsphase vor dem Ersten Weltkrieg bis in die Zeit der Neukonsolidierung nach 1945. Deutlich wird darin das soziale Gefüge der bürgerlich-konservativen Gründergeneration im Kontext der damals allerorten auflebenden Heimatbewegung. Schon in den ersten Jahren bemühte sich der Lippische Heimatbund über ein Fahrten- und Vortragsprogramm hinaus um gezielte politische und gesellschaftliche Einflussnahme. Instrument hierfür waren unter anderem eine Bauberatungsstelle, die darum bemüht war, einem eigenen lippischen Heimatstil in der Architektur zum Durchbruch zu verhelfen, sowie ein 1912 inszeniertes, großes Heimatfest, bei dem alte Trachten- und Volkstanzformen wieder belebt werden sollten. Heide Barmeyer zeichnet den Weg des Bundes durch die folgenden Krisenjahrzehnte nach, in denen der Heimatbegriff mentaler Orientierungspunkt und gesellschaftspolitisches Programm zugleich war, sich aber der völligen Vereinnahmung durch das NS-Regime entziehen konnte. Nach 1945 lebte die Heimatarbeit unter neuen Vorzeichen wieder auf und trug mit den Sozialdemokraten Hans Sprenger an der Spitze dem veränderten sozialen und politischen Gefüge Rechnung. Dennoch geriet auch in Lippe die Heimatbewegung in den 1960er Jahren nachträglich in den Beigeschmack der diskreditierten NS-Volkstumsideologie. In jüngster Zeit wiederum stellt die Heimatbewegung wieder ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Die gesellschaftliche Öffnung der Ortsvereine, die sich immer häufiger auch als unideologische Bürgerinitiativen konkreten Fragestellungen und Problemen vor Ort widmen, weist den Weg in die Zukunft, in der der integrative Aspekt der Heimatarbeit wieder neue Bedeutung gewinnt. Jürgen Hartmann, Roland Linde, Andreas Ruppert, Jürgen Scheffler und Burkhard Meier stellen die Protagonisten der lippischen Heimatbewegung in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Ihre Biografien verschiedener Vorstandsmitglieder sowie eines Architekten und eines Landeskonservators aus dem Umfeld des Bundes machen zudem deutlich, in welchem Spannungsverhältnis die nationalkonservativen Wertvorstellungen der Heimatidee mit den modernistischen Strömungen ihrer Zeit standen. Im Natur- und Landschaftsschutz hat der Heimatbund schon vor 100 Jahren mit Vehemenz die Stimme erhoben. Kurt Rohlfs zeichnet das Bemühen um landschaftsgerechte Siedlungsentwicklung, angepassten Straßenbau und den Erhalt der einzigartigen Senne nach. Die Beiträge von Imke Tappe-Pollmann und Manfred Ehrenwerth behandeln die für die Heimatpflege vergangener Jahrzehnte so wichtige Volksliedforschung und Trachtenkunde, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Indikator für die regionale Identität besondere Aufmerksamkeit fanden. In einem zweiten Teil wird die Arbeit des heutigen, in Fachstellen gegliederten Heimatbundes vorgestellt. Für den Betrachter von außerhalb der lippischen 'Landesgrenzen' ist es mehr als beeindruckend, was der Verband hier leistet. Neun Arbeitsgruppen, und zwar für Umweltschutz und Landschaftspflege, für Baugestaltung und Denkmalpflege, für Schulen, für Mundart und Brauchtum, für Volkskunde, für Wandern, für Heimat, Arbeit und Wirtschaft, für Radwandern und für Geschichte decken ein denkbar breites Spektrum ab und bündeln Engagement und Fachwissen, das auf diese Weise wirksam für die Allgemeinheit erschlossen wird. Nicht weniger als 71 Ortsvereine integriert der Heimatbund, ein lebendiges Potenzial, von dem ein Bildporträt gegen Ende des Jubiläumsbandes einen beredten Eindruck gibt. Die Zusammenstellung eines Jubiläumsbandes ist immer eine besondere Herausforderung. Stolz auf das Erreichte, der Wunsch vergangene Leistungen entsprechend zu würdigen und zu dokumentieren, das Bemühen, Mitglieder und Außenstehende gleichermaßen für Idee und Ziel der gemeinsamen Aktivitäten auf unterhaltsame Weise zu interessieren, erfordern Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Burkhard Meier und Stefan Wiesekopsieker ist dieser Balanceakt hervorragend gelungen. Es ist ein Buch entstanden, das es verdient, auch außerhalb Lippes entsprechend wahrgenommen zu werden. Es wird auch für andere um Rückbesinnung und Erneuerung bemühte Heimatverbände eine nützliche Orientierungshilfe sein. Stefan Meyer, in: Lippische Mitteilungen 77, 2008



