Handbuch der Iranistik (2013. 496 S. 24 cm)

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Handbuch der Iranistik (2013. 496 S. 24 cm)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版/ページ数 500 p.
  • 言語 GER,GER
  • 商品コード 9783895009181

Description


(Short description)
Das "Handbuch der Iranistik" (HdI) fasst den aktuellen Stand und Tendenzen der iranistischen Forschung zusammen und stellt deren wichtigste Disziplinen und Themenbereiche umfassend dar. Dabei orientiert sich das HdI an einer breit aufgestellten, integrativen, jedoch immer philologisch und empirisch fundierten Iranistik, die auch Nachbarfächer wie Islamwissenschaft, (Alte) Geschichte, Religionswissenschaft, Ethnologie, Geographie etc. mit einschließt. Die philologische Kompetenz ermöglicht den direkten Zugang zu Originalquellen, somit zur Innen- und Eigensicht iranischer Kultur(en) und - nicht zu vergessen - auch zur aktuellen einheimischen Forschung in iranischsprachigen Ländern.
Ein wirkliches Verständnis der Gegenwart iranischsprachiger Länder und Gesellschaften ist nur auf Basis des Verständnisses ihrer Geschichte und Kultur möglich. Zu einem solchen Verständnis kann nicht eine wissenschaftliche Disziplin allein führen, sondern nur eine je nach Fragestellung flexible Mischung verschiedener disziplinärer Ansätze, die sich ihrem Gegenstand gleichzeitig mit Empathie und Distanz nähert und eine dialektische Balance zwischen Empirie und Theoriebildung anstrebt. Daher gliedert sich der Aufbau des Bandes in acht Abschnitte (Geschichte, Gegenwart, Recht, Religion, Sprache, Literatur, Manuskriptologie sowie Kunst und Architektur). Dabei folgt die Gestaltung der einzelnen Beiträge grundlegenden, zum Thema hinführenden und methodischen Überlegungen. Das HdI richtet sich damit nicht nur an Iranisten und Orientalisten, sondern auch alle interessierten Kreise.

(Text)
Das Handbuch der Iranistik stellt Stand und Tendenzen gegenwärtiger iranistischer Forschungen umfassend dar. Auf knapp 500 Seiten behandeln 33 Autoren in 34 Beiträgen die wichtigsten Disziplinen und Teilbereiche der Iranistik wie Geschichte, Literatur, Religion und Sprache. Dabei geht es sowohl um den heutigen Staat Iran als auch um den iranischen Kulturraum in seiner geographischen Breite und historischen Tiefe, von Anatolien bis Zentralasien und von der Frühgeschichte (7. Jahrtausend v. Chr.) bis heute. Das Hauptziel des Handbuchs besteht nicht in der umfassenden Sammlung von Daten und Fakten - dies kann ein Werk dieses Umfangs nicht leisten -, sondern in der methodisch geleiteten Darstellung von Forschungsentwicklungen, in der Beantwortung von Fragen wie: welche Forschungsfragen sind aktuell und interessant? warum und in welchen Forschungskontexten sind sie wichtig?

Alle Beiträge des Handbuchs sind unterteilt in drei Abschnitte A, B und C. A führt den Leser durch grundsätzliche, selbstreflektive und methodische Erwägungen an das Thema heran. B liefert den Forschungsüberblick, C eine alphabetische Bibliographie zu jedem Beitrag. Vor allem durch das Vorschalten des allgemein-methodischen Teils A will das Handbuch Nicht-Iranisten und Nicht-Orientalisten den Zugang zu den wissenschaftlichen Themen erleichtern. Soweit möglich, berücksichtigen die Beiträge auch einheimische Forschungen in iranischen Sprachen.

Der Band bietet eine ambitionierte und kompakte Gesamtschau, die es in dieser Form bisher nicht gegeben hat. Neben auch in anderen Überblickswerken behandelten iranistischen Teildisziplinen wie Geschichte, Literatur, Sprache und Religion vermittelt der Abschnitt "Recht" einen Einblick in zoroastrische (vorislamische) und islamisch-iranische Rechtsvorstellungen; der Abschnitt "Gegenwart" umfaßt, außer dem politischen System der Islamischen Republik Iran, mit den Themen Ethnologie, Wirtschaft und Humangeographie Irans ansonsten oft vernachlässigte Bereiche. Der mit sechs Beiträgen ausführlichste Abschnitt des Bandes, "Archäologie, Kunst und Architektur", enthält Themen wie die Vor- und Frühgeschichte Irans (7.-2. Jahrtausend v. Chr.) oder die islamische Buchmalerei, die an den meisten iranistischen und orientalistischen Instituten nicht erforscht oder gelehrt werden. Als innovativ versteht sich der Abschnitt "Manuskriptologie". Er soll die institutionell oft vernachlässigte Bedeutung widerspiegeln, die iranischen Manuskripten als Grundlage fast jeglicher wissenschaftlicher Beschäftigung mit iranischer Kulturgeschichte zukommt.

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