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Description
(Short description)
Sri Aurobindos unter diesem Titel zusammengefasste Aufsätze liefern ein einzigartiges Gesamtporträt der indischen Kulturgeschichte und ihrer Offenbarungen auf den Gebieten Religion und Spiritualität, Kunst, Literatur und Politik. Dabei werden die dem indischen Wesen eigentümlichen Strukturen bloßgelegt und als Basis einer von allen anderen Zivilisationen verschiedenen Kultur ausgewiesen. Insbesondere werden die Unterschiede zur westlich-abendländischen Kultur herausgearbeitet, angeregt durch die heftige Auseinandersetzung des Verfassers mit englischen "Kulturkritikern" der ersten Jahrhunderthälfte. Die scharfe Zurückweisung der damals verbreiteten, heute auch westlicherseits widerlegten europäischen Indien-"Erkenntnisse" beflügelt den Verfasser, in ausführlichen Analysen die Entwicklungen Indiens auf den verschiedenen kulturellen Gebieten einschließlich der Staatskunst sachlich-objektiv und zugleich tiefschürfend-interpretativ darzustellen.
(Text)
Sri Aurobindo wurde in England unterrichtet, erzielte einen brillanten Universitätsabschluss, kehrte dann nach Indien zurück - und fand seinen Lebenssinn. Aufgrund seiner Ausbildung in beiden Welten konnte er die Weisheit Indiens neu erschließen und mit der Erkenntnis des Westens verbinden. Ein Grundlagenwerk für den Ost-West-Dialog!
(Table of content)
Aus dem Inhalt:
I. Die Streitfrage: Ist Indien zivilisiert? 9
II. Ein rationalistischer Kritiker zur indischen Kultur 47
III. Eine Rechtfertigung indischer Kultur 121
Religion und Spiritualität 121
Indische Kunst 193
Indische Literatur 248
Indisches Staatswesen 310
IV. Indische Kultur und äußerer Einfluß 367
V. Die Renaissance in Indien 377
(Extract)
"Genau hier begegnen wir der ersten verwirrenden Schwierigkeit, über die das europäische Mental stolpert; denn es findet sich außerstande, zu erfassen, was die Hindu-Religion ist. Wo, so fragt es, ist ihre Seele? Wo ist ihr Mental und ihr Gedankengebäude? ... Wie kann es eine Religion geben, die keine starren Dogmen hat, die den Glauben an die Qual ewiger Verdammung verlangen, keine theologischen Postulate, nicht einmal eine feste Form der Theologie, kein Credo hat, das sie von anders gesinnten oder rivalisierenden Religionen abheben würde? Wie kann es eine Religion geben, die kein päpstliches Oberhaupt besitzt, keine herrschende Kirchenorganisation, keine Kirche, ... keine bindende religiöse Form irgendwelcher Art, die für all ihre Anhänger obligatorisch ist, keine alleinige Administration und Disziplin?...
Dieses Mißverständnis entspringt der völlig unterschiedlichen Betrachtungsweise der Religion, die das indische Mental und die normale westliche Intelligenz trennen..."
(Author portrait)
Sri Aurobindo wurde am 15. August 1872 in Kalkutta geboren. Sein Vater sandte ihn früh nach England, damit er "ernsthafte Studien" betreibe, wie es in gewissen anglisierten Kreisen Indiens Brauch war. 1893 kehrte er in seine Heimat zurück und engagierte sich bald im politischen Kampf zur Befreiung seines Landes. Gleichzeitig und parallel dazu begann er seine innere Forschung - den "Yoga" -, nicht um in die höheren Sphären zu entfliehen, sondern als Handlungsmittel für seine revolutionären Tätigkeiten gegen den englischen Unterdrücker. In einem Jahr der erzwungenen Isolation in Untersuchungshaft wurde ihm bewußt, daß die Besetzung seines Landes durch eine Fremdmacht nur die Facette eines weitaus umfassenderen Problems war, nämlich der Transformation der menschlichen Natur. "Es erfordert nicht nur einen Aufstand gegen das britische Weltreich, sondern einen Aufstand gegen die gesamte universelle Natur!" rief er aus.



