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Description
(Short description)
Ein Stück von einer Haut abzuschneiden und das in voller Absicht bei einem kleinen wehrlosen Knaben, der noch keinen
Argwohn kennt, sondern Zuneigung sucht, das bedeutet vorsätzlich:
Zerstörung eines Körpers!
Die kleine Faltung der Haut, um die es hier geht, besitzt eine physiologische Funktion. Über Jahrmillionen wurde sie von der Schöpfung, der Evolution, mit einem bestimmten Ziel hervorgebracht: nämlich das Keimepithel eines werdenden Mannes zu schützen, damit er später gesunde Nachkommen zeugen kann.
Wer das leugnet, der belügt sich selbst!
(Text)
Der vorliegende Aufsatz stellt den Versuch dar, den medial hochemotional diskutierten Beschneidungskult von verschiedenen Seiten objektiv zu beleuchten. Es werden neben religiösen und historischen, auch die medizinisch-evolutionstheoretischen Betrachtungen dargestellt und analysiert.
Der Autor ist emeritierter Rechtsmediziner der Charité und versucht weitab jeder Polemik die Diskussion dieses vielschichtigen Themas auf eine sachlich-wissenschaftliche Ebene zu heben.
(Extract)
Historische Aspekte:
Die menschliche Kulturgeschichte durchlebte in ihrer Entwicklung drei Phasen: Die erste, entstanden aus noch großer Unwissenheit, erschöpfte sich in magischen Vorstellungen, in Mysterien, in Wunderglauben und Zauberkunst. Daraus gingen in der zweiten Phase die Religionen hervor: Nur ein übermächtiges Wesen konnte diese Wunderwelt in sieben Tagen erschaffen haben. An dieser Vorstellung kranken die Religionen noch heute! Dann wirbelten die Erkenntnisse der dritten Phase, die der Wissenschaft, das scheinbar sichere Fundament der geglaubten Vorstellungen durcheinander. Von nun an drehte sich die Erde plötzlich um die Sonne. Das Weltbild der Kirche wurde zum ersten Mal in Frage gestellt.
Wer sich zu der wissenschaftlichen Auffassung bekannte, der geriet in Ungnade. Wer nicht widerrief, der verfiel der Inquisition, wurde von ihren Knechten als Ketzer gebrandmarkt und bei lebendigem Leibe auf den Scheiterhaufen gezerrt.
Worüber regt ihr euch auf? Was sind denn schon die derzeitig noch üblichen anästhesiefreien winzigen Zirkumzisionen neugeborener, wehrloser jüdischer kleiner Knaben gegen die damaligen inquisitorisch-christlichen Verbrennungen von Ketzern und Hexen? Waren das nicht auch höchst feierliche Rituale für das Volk? (Und, na ja, Narkosen? Die existierten zu der damaligen Zeit noch nicht, hätten also gar nicht angewendet werden können . Und Äther, das erste Mittel, auf dem Scheiterhaufen? Das wäre wohl auch zu gefährlich geworden.)
Aber, das sei hervorgehoben, keiner von uns Menschen wird zu irgendeiner der noch immer existierenden Religionen zugehörig geboren. Und, wie von jüdischer Seite behauptet: Ist die Mutter Jüdin, so seien es die von ihr geborenen Nachkommen ebenfalls? Wissenschaftlich betrachtet muss das angezweifelt werden, es sei denn, das X-Chromosom wäre Träger von Genabschnitten, die für eine Glaubenszugehörigkeit codieren. Erst über eine Erziehung, also durch die äußere Beeinflussung, erfolgt eine religiöse Prägung des Menschen, niemals durch seine Geburt.



