Die Schattenseiten des Gesundheitsmanagements in Fukushima : Der Reaktorunfall am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (2017. 232 S. 20 cm)

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Die Schattenseiten des Gesundheitsmanagements in Fukushima : Der Reaktorunfall am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (2017. 232 S. 20 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783880214491

Description


(Text)
Ein schweres Erdbeben verursachte am 11. März 2011 große Schäden am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Es kam zu einem vollständigen Stromausfall. Die Kühlung der Reaktoren und Brennstäbe fiel dadurch aus. E eine unkontrollierte Kernschmelze war nicht mehr zu verhindern. Der anschließende Tsunami, der die Anlage überflutete, verschlimmerte die Situation noch. Der Super-GAU dauert bis heute an.Über die gesundheitlichen Folgen und ihre systematische Vertuschung durch die japanische Regierung und Tepco gibt dieses Buch authentischen Einblick und mahnt den Kampf zur weltweiten Stilllegung aller Atomkraftwerke entschlossen weiterzuführen.
(Extract)
Nachwort zur deutschen Übersetzung

Am Nachmittag des 15. Februar 2016 betrat ich den Sitzungssaal eines Hotels - gleich am JR-Bahnhof (Japan Railways)von Fukushima. Seltsamerweise war es das gleiche Hotel wie vor ungefähr vier Jahren, bei meiner ersten Recherche.
Die Präfektur Fukushima betrieb jetzt nur noch eine Einrichtung für "Gesundheitsuntersuchungen", denn aus der bisherigen Bezeichnung "Gesundheitsmanagement" war mittlerweile das Wort "Management" verschwunden. Die Tische im vorderen Teil des Saales waren hufeisenförmig angeordnet, dahinter standen mehrere Reihen mit Bürotischen, an denen etwa 50 Männer in unauffälligen Anzügen saßen. Hinter denen wiederum waren circa 60 Stahlrohr-Bürostühle aneinandergereiht, auf denen - locker in Jeans und Fleece-Jacken gekleidete - Männer und Frauen Platz genommen hatten. Links und rechts saßen auf hohen, silberfarbenen Bockleitern Männer, mit Fernsehkameras ausgerüstet.
An den hufeisenförmigen Tischen hatten die Mitglieder des Komitee
(Author portrait)
K suke Hino, geboren 1975. Nach seinem Jura-Studium an der Universität Kyushu begann er, bei der Tageszeitung, Mainichi Shimbun als Journalist zu arbeiten. Nach seiner Zeit als Korrespondent in tsu (Präfektur Shiga), in Tsuruga (Präfektur Fukui) und in Osaka ist Hino jetzt im Sonderressort Investigative Recherchen tätig. Als Korrespondent in der Präfektur Fukui berichtete er hauptsächlich über die vielseitige Problematik um dortige Atomkraftwerke. Seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima betreibt Hino durchgehend investigative Recherchen. Sein erstes Buch, Die Schattenseiten des Gesundheitsmanagements in Fukushima, veröffentlichte er im September 2013. Damit dokumentiert Hino ausführlich die Geheimhaltung und Vertuschung der Ergebnisse von Schilddrüsenuntersuchungen in der Präfektur Fukushima durch die Verantwortlichen. Im September 2014 erschien seine zweite Dokumentation: Die Reaktorkatastrophe in Fukushima und die Täuschung um die Hilfspolitik. Seine dritte Veröffentlichung wurde im Februar 2016 herausgegeben mit dem Titel Fünf Jahre der Reaktorkatastrophe in Fukushima und das aufgegebene Volk. Sein viertes und neuestes Buch zu diesem Thema: Sechs Jahre nach Fukushima, Schäden, die ungeschehen gemacht werden. - Verdrehte Wahrheit von Tschernobyl-Daten. Er brachte es zusammen mit Ryo Omatsu heraus, einem Spezialisten für russische Gesellschaftspolitik. Die drei letztgenannten Dokumentationen sind bislang nur in japanischer Sprache erhältlich.
(Extract)
ffen" im September 2012, über den ich bereits berichtet hatte. Wozu bedurfte es dann eigentlich noch der Untersuchung?
Doch angesichts dieses Anstiegs scheint es auch unter den Insidern zu gären. Einer von ihnen gestand mir: "Ich hätte anfangs nicht geglaubt, dass wir so viele (Krebspatienten) finden werden. Und wenn die Frage kommt, ob denn dann nicht überall in Japan mehr Fälle auftreten müssten, wenn es nichts mit der Verstrahlung zu tun hat, sind wir einfach ratlos. Ehrlich gesagt, mit Gewissheit kann niemand eine Antwort geben."
Am Ende des "Zwischenberichtes nach fünf Jahren" ist Folgendes zu lesen:
Sowohl das angegebene Ziel der Untersuchung, "der Präfektur-Bevölkerung die Angst hinsichtlich ihrer Gesundheit zu nehmen", als auch die unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Voraus gegebenen Informationen weckten den Verdacht, als habe das Urteil des Komitees bezüglich der Untersuchungsergebnisse schon vorher festgestanden. Als eine Lehre da

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