Zu blau der Himmel im Februar : Roman über Alexander Schmorell und die Weiße Rose (2., überarb. Aufl. 2017. 168 S. 20.5 cm)

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Zu blau der Himmel im Februar : Roman über Alexander Schmorell und die Weiße Rose (2., überarb. Aufl. 2017. 168 S. 20.5 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783866382268

Description


(Text)
Der Roman um den Widerstandskämpfer Alexander Schmorell, der gemeinsam mit Hans Scholl ab Juni 1942 die Flugblätter der Weißen Rose gegen das Naziregime verfasste, erscheint hier in überarbeiteter zweiter Auflage.Das Buch schildert aus der Perspektive verschiedener beteiligter Personen den letzten Tag Schmorells in Freiheit. Seit der Verhaftung der Geschwister Scholl nach einer spektakulären Flugblattaktion in der Münchner Universität in Februar 1943 befindet sich Schmorell auf einer verzweifelten Flucht. Tags zuvor sind Hans und Sophie Scholl zum Tode verurteilt und hingerichtet worden, doch davon weiß er nichts. Seine aussichtslose Flucht führt ihn zuletzt nach München zurück, wo sein Fahnungsplakat an den Mauern klebt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er verraten wird.Die Geschichte eines jungen Mannes, ohne den es die Weiße Rose nie gegeben hätte. Am 13. Juli 1943 wurde Alexander Schmorell zusammen mit dem Philosophieprofessor Kurt Huber hingerichtet.
(Extract)
Anfang
Im Zug von München nach Klais beginne ich mit den Aufzeichnungen. Es ist Februar. Föhnwetter, blauer Himmel, fünfzehn Grad, eine milde Sonne. Hier fuhr er entlang.
An der Bahnstrecke sitzen die Leute in ihren Gärten in Liegestühlen, als sei schon Mai.
Was hat er vom Zugfenster aus gesehen? Falls er überhaupt etwas sah, und nicht die Todesangst seine Wahrnehmung trübte.
Die Bäume - viele sind älter als siebzig Jahre - also muss er sie gesehen haben. Zu welcher Tageszeit sah er sie? Wie lange brauchte der Zug damals? Nichts ist sicher. Nichts wird man mehr genau wissen können, niemals mehr.
Bei geschlossenen Augen zeichnet die Sonne groteske Re flexe aus Licht und Schatten auf die Lider. Ein Flirren.
Er hatte sicherlich die Augen offen. Er wird nicht gewagt haben, sie auch nur für einen Moment zu schließen.
Die wenigen, die ich noch fragen konnte, bestätigten, dass das Wetter genauso war. Ein strahlender Vorfrühling, der den Beteiligten grotesk und grausam erschien, eine Vora
(Author portrait)
Ihre literarische Arbeit ist vielfach ausgezeichnet worden, so vom Hessischen Kultusministerium, dem Künstlerdorf Schöppingen, dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg und der Dramatiker-Werkstatt der Bundesakademie Wolfenbüttel.»Die Nacht mit Marilyn« ist Jutta Schuberts erste Erzählungssammlung. Die Frankfurter Neue Presse hat zur Buchpremiere in den Opelvillen Rüsselsheim am 28.01.2016 klug geschrieben, welche Veranstaltung für mich Maßstäbe setzte in puncto volles Haus, liebevolle Begleitung durch die Veranstalter, Spannung während der Lesung im Saal, Kanon des Gelesenen ...Jutta Schubert ist 1959 in Wiesbaden geboren, wo Sie heute auch lebt. Sie studierte Literaturgeschichte und Theaterwissenschaften in Erlangen und Frankfurt am Main, war Regieassistentin am Schauspielhaus Bochum, bei den Salzburger Festspielen sowie am Burgtheater Wien, arbeitete dabei zusammen mit Claus Peymann, George Tabori, über den Sie jüngst eine lesenswerte Biographie geschrieben hat, Manfred Karge, Axel Manthey und anderen. Seit 1987 hat sie zahlreiche Theaterstücke geschrieben, teils selbst inszeniert. Ursprünglich besonders als Lyrikerin hervorgetreten, hat Sie zunehmend Prosa veröffentlicht.
(Extract)
in einem anderen Leben, haben sie zu ihm gehört, einem Leben, aus dem er gerade verzweifelt hinaus fährt, mit unbekanntem Ziel. Und Hans ... - er bricht den Gedanken ab.
Hinter Uffing matschige Feldwege, Traktorspuren im Schlamm, rechts der Staffelsee, dahinter nah, viel näher schon, die Kulisse der Berge, Sonnenlicht in den Schneehängen, ein per fek tes Modell für romantische Ölbilder, im Vordergrund Maul wurfshügel in den Wiesen, immer sehen sie ein bisschen wie frische Gräber aus. Könnte man sich doch unter der Erde verstecken! Bei Murnau schimmert der See weißlich vom Eis. Starres Wasser. Die Ohren dröhnen von der Stille.
Er kann sich nicht satt sehen. Wie herrlich das Land ist. Diese Landschaft wird bleiben. Bleiben. Alles überstehen. Rechts rücken die Berge zum Greifen nahe. Ununterscheidbare Gip fel. Es geht ihm nicht schnell genug. Fahr, fahr. Ein Bachlauf in den Wiesen. Alles fließt von München fort. Fort. Pferde. Höfe.

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