Description
Nach dem Sturz des "Dritten Reichs" war die Rehabilitation der Verfolgten eine zentrale humanitäre und politische Aufgabe. Sie war ein Prüfstein für den demokratischen Veränderungswillen der Deutschen und die Entschlossenheit der westlichen Besatzungsmächte, diesen Wandel durchzusetzen. Die Ausgangssituation und die Behandlung der Verfolgtengruppen unterschieden sich dabei oft erheblich. Das unumstrittene Ziel ihrer Wiedereingliederung in die deutsche Gesellschaft wurde immer wieder durch andere politische Prioritäten, wie die Sorge um die Finanz- und Wirtschaftskraft des ruinierten Landes oder - wie im Fall der britischen Besatzungsmacht - die Interessen in Palästina, durchkreuzt. Aufgrund umfangreicher Recherchen in britischen und deutschen Archiven untersucht Ursula Büttner die Erfahrungen der jüdischen Verfolgten, der politischen Regimeopfer und der Remigranten mit der Besatzungsmacht, den deutschen Verantwortlichen und internationalen jüdischen Akteuren und zeichnet das Zusammenspiel und Gegeneinander dieser Kräfte nach.



