111 Gründe, Boxen zu lieben : Von fliegenden Fäusten, menschlichen Dramen im Ring und der Poesie des Kämpfens (111 Gründe) (2014. 360 S. 190 mm)

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111 Gründe, Boxen zu lieben : Von fliegenden Fäusten, menschlichen Dramen im Ring und der Poesie des Kämpfens (111 Gründe) (2014. 360 S. 190 mm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783862654062

Description


(Text)
Bei keinem anderen Sport scheiden sich derart die Geister wie beim Boxen. Höchste Kunst, Verdichtung des menschlichen Überlebenskampfs sagen die einen, brutale Prügelei und mieses Geschäft die anderen. Für einige wenige ist Boxen die Fahrkarte aus Armut und Erniedrigung zu Ruhm und Reichtum, für andere ein Trip ganz ohne Drogen, für viele eine ganz normale Arbeit.Zahllose Künstler aller Couleur erliegen seit jeher dem magischen Reiz des grell erleuchteten Rings, in dem zwei Menschen einander alles abverlangen, was ihre Körper, Herzen und Seelen in die Waagschale zu werfen haben. Kaum etwas erzählt mehr über den Zustand einer Gesellschaft als die Berichterstattung aus dem Boxring. Boxen ist, erfuhr der Autor am eigenen Leib, die intensivste Unterhaltung, die zwei Menschen miteinander führen können.EINIGE GRÜNDE_Weil mich mein erster Kampf lehrte, mit meiner Angst umzugehen. Weil Ali bei der Musterung neben mir stand. Weil mir das Boxen in Liebesdingen half. Weil meine Tochter plötzlich kein Problem mehr damit hatte, dass ihr Vater k._o. ging. Weil wenige Sekunden eines Kampfes einen ganzen Roman erzählen können. Weil niemand so ehrlich ist wie ein Boxer direkt nach dem Kampf. Weil auch KZ-Häftling Nr. 9841 nicht vergessen ist. Weil »Mi Vida Loca« der poetischste und schmerzvollste aller Kampfnamen ist. Weil fliegende Fäuste manchmal für Frieden sorgen. Weil Ali auf die Zuschauer hörte statt auf seine Ecke. Weil das größte menschliche Drama in einem Boxring ausgetragen wurde. Weil der hochkarätigste Schwergewichtskampf aller Zeiten nie stattfand. Weil der Wessi dem Ossi aufs Maul haut und umgekehrt. Weil Boxen die Seele gesund machen kann. Weil westdeutsche Olympiabuch-Schreiber sich vergeblich mühten, einen kubanischen Superstar zum US-Amerikaner zu machen. Weil Bertolt Brecht einen ordentlichen Punch in den Fingern hatte. Weil Charles Bukowski der literarische Vater des Promiboxens ist. Weil Hank Chinasky niemals Promiboxer war. Weil der tiefgründigste Text übers Boxen von einer Frau verfasst wurde. Weil das Boxen aus vermeintlichen Opfern Helden macht.
(Extract)
»Scholle stand in der Jungsriege einen Platz vor mir. Ein drahtiger, durchtrainierter Junge, der besser in Sport war als ich. Ich hatte mich nie zuvor richtig geprügelt. Meine Angst davor, in einer Schlägerei eins auf die Fresse zu kriegen, war nahezu ebenso groß wie die Furcht, mir beim Bockspringen sämtliche Knochen zu brechen. Meine Knie waren weich wie Gummi, im Bauch rumorte meine Angst vor Scholles Schlägen.Der Graf gab den Ring frei, und wir tänzelten aufeinander zu. Kurz darauf traf mich Scholles erste Gerade zwischen den Augen, der nachgezogene Haken haute mir meinen rechten Boxhandschuh gegens Kinn. Als der nächste Schlag meine Nase erbeben ließ, war in meinem Kopf kein Platz mehr für meine so überaus treue Begleiterin, die Angst. Wieder ein Treffer - in meinem Mund ein salziger Geschmack, etwas platzt in meiner Magengrube, doch ich spüre keinen Schmerz. Im Gegenteil, mir ist, als habe tief in mir gerade etwas sein Gefängnis verlassen, in dem es eingesperrt war, solangeich denken kann.« Frank Nussbücker

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