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Description
(Short description)
Sicherheit ist kein Fakt, sondern eine Perspektive auf die Welt. Die reiche und dichte ethnografische Fallstudie liefert eine scharfsinnige Analyse der Schlüsselkomponente Sicherheit als kollektivem und gemeinschaftsstiftendem Bedeutungsgewebe in der Phase des Übergangs von gewaltsam ausgetragenem Konflikt zu Frieden in Nordirland.
(Text)
Friedensprozesse sind oft durch eine sich vertiefende Segregation verfeindeter Gruppen, Abschottung und gelegentlichem Wiederaufflammen von Gewalt gekennzeichnet. Zugleich verlieren alte Kontrollmechanismen ihre Legitimit t, was zu einem gesteigerten, jetzt aber nach innen gerichteten Bed rfnis nach Ordnung f hrt: Community-interne Gewaltformen gelten nun als gef hrlich und werden als Indikatoren f r eine moralische Erosion der Wir-Gemeinschaft gedeutet. Die Kehrseite des stark emotional gepr gten Gemeinschaftsethos sind Selbstjustiz und rigide, Konformit t erzwingende soziale Kontrolle, die durch Gewalt abgest tzt wird nicht als berbleibsel des Konflikts, sondern als Teil der Friedensordnung. Nadja Maurer untersucht die in lokalen Diskursen und Praktiken verankerten Konzeptionen von Sicherheit der Bewohner marginalisierter Viertel. Un/Sicherheit wird zwar im Frieden neu ausgehandelt und konzipiert, bleibt aber in Ermangelung anderer, gruppen bergreifender Narrative eine bestimmende Wissenskategorie, die an der Formierung soziopolitischer Gemeinschaften beteiligt ist.



