Dis/Ability

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783847119616

Description

Im vorliegenden Heft stehen Themen und Ansätze der »disability history« aus geschlechtergeschichtlicher Sicht im Fokus. Dabei geht es auch um eine intersektionelle Perspektive. Die Beiträge reichen zeitlich vom Ende des Mittelalters bis zum Ende des Staatssozialismus in Osteuropa - und fokussieren unterschiedliche nationale, kulturelle und soziale Entwicklungen in Mittel-, West- und Osteuropa, sowohl aus der Perspektive der Betroffenen selbst als auch v.a. aus der Perspektive der intervenierenden, diskriminierenden oder ggf. auch unterstützenden Institutionen (Familien, Hospitäler, staatliche Fürsorgeinstitutionen u.ä.).Konkret geht es in den Hauptbeiträgen u.a. um die Fürsorge für und die Sorge um behinderte und chronisch kranke Söhne in frühneuzeitlichen Kaufmannsfamilien, um die Diskriminierung und Dämonisierung von melancholischen alten Frauen als Hexen, um die Frage, ob ältere Menschen (nochmals) heiraten sollten und darum, wie die Gesundheit von Föten bereits im Mutterleib kontrolliert und sichergestellt werden könnte. Ansätze der »disability history« aus geschlechtergeschichtlicher Sicht

Im Fokus des Heftes stehen Themen und Ansätze der Disability History aus frauen-/geschlechtergeschichtlicher Sicht. Die Beiträge reichen vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart und betrachten unterschiedliche nationale, kulturelle und soziale Entwicklungen in Mittel-, West- und Osteuropa. Körperliche und andere Behinderungen, etwa durch hohes Alter, werden dabei sowohl aus der Perspektive diverser Institutionen (Familien, Hospitäler, staatliche Fürsorgeinstitutionen, Gerichte etc.) als auch aus der Sicht der Betroffenen selbst untersucht - etwa in der Auseinandersetzung mit der "Krüppelbewegung" zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Österreich oder in der Analyse der "Nutzung" frühneuzeitlicher karitativer Einrichtungen durch Familien, die durch Behinderung und Armut eingeschränkt waren.

Hexenverfolgung der Frühen Neuzeit / Gender, Care and State Prescriptions in Socialist Bulgaria / The (Re)Birth of Human Genetics in Post-War Hungary / Geschlecht und Behinderung in der EÖKA / Interview mit Dagmar Herzog: "Eugenische Phantasmen" / Körperliche Behinderung in Quellen der Généralité de Tours / Lucrezia Marinellas "Essortationi alle Donne" / Zur (Nicht-)Modernisierung rechtsextremer Familienbilder / Das Historikerinnentreffen in Wien 1984 als feministisches Jubiläum

In this issue, we discuss how physical or psychological limitations or deformations were socially and/or institutionally transformed into deviance - and conversely, when and how deviance lead to medical and/or institutional interventions, following recent debates in disability theory and -history in a gender-historical as well as intersectional perspective. We ask, how people in former times (late medival until late state socialism eras) have been made unable to participate in a "normal", "healthy" life, be it through state intervention, social norm setting, institutional regulations or even material disabilities (e.g. lack of financial support, lack of medical support, lack of integration, etc.) - and how people struggled to overcome these discriminations and challenges.

Dr. Christa Hämmerle ist ao. Professorin für Neuere Geschichte und Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien und Leiterin der Sammlung Frauennachlässe. Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal ist emeritierte Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschlechtergeschichte sowie die Politik- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere Frankreichs. Anelia Kassabova ist Associate Professor am Institute for Ethnology and Folklore Studies an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Geschichte der Ethnologie, die Geschichte der Sozialarbeit, Familien- und Reproduktionspolitiken und die visuelle Anthropologie. Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal ist emeritierte Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschlechtergeschichte sowie die Politik- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere Frankreichs.

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