Description
(Short description)
In den letzten Jahrzehnten ist ein nachhaltiger Wandel in den deutsch-polnischen Beziehungen eingetreten, der zu einem Abbau von Vorurteilen geführt hat. Der Perspektivenwechsel war nicht zuletzt deshalb möglich, weil in besonderer Weise erinnert undvergessen wurde. In Verbindung damit hat die Bereitschaft zugenommen, »die andere Seite mit ihren eigenen Augen« (Uwe Johnson) zu betrachten. Der literarische Wandel in den deutsch-polnischen Beziehungen
(Text)
Die in der deutschsprachigen und polnischen Literatur entworfenen Fremd- und Eigenbilder lassen Rückschlüsse über die kulturelle Identität wie auch existierende Stereotype zu. Für die letzten Jahrzehnte wird man davon ausgehen können, dass ein nachhaltiger Wandel in den deutsch-polnischen Beziehungen eingetreten ist. Als Folge davon ist es zu einem Abbau existierender Stereotype gekommen. Damit in Verbindung steht ein Plädoyer für Offenheit gegenüber dem Anderen, seiner Werte und seiner Kultur. Der Perspektivenwechsel war nicht zuletzt deshalb möglich, weil in besonderer Weise erinnert und vergessen wurde. Zudem hat die Bereitschaft zugenommen, 'die andere Seite mit ihren eigenen Augen' (Uwe Johnson) zu betrachten. Die Beiträge zeigen, dass in diesem Prozess Literatur wie auch filmische Inszenierungen, das Theater oder die Bildende Kunst eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt haben, auch und gerade, indem sie 'aufstörende Erfahrungen' zum Gegenstand der Darstellung machten.
(Text)
The self-perceptions and perceptions of others portrayed in German and Polish literature allow conclusions to be drawn about cultural identity as well as existing stereotypes. Over the past few decades - especially since the developments after 1989 - it can be assumed that a sustained change has taken place in German-Polish relations. This has been accompanied by a partial deconstruction of existing stereotypes and clichés. And with it comes a plea for openness to others, their values and their culture. This change in perspective was not least attributable to the fact that the past was remembered and forgotten in a particular way. As a consequence there has been a growing willingness to consider "the other side with one's own eyes" (Uwe Johnson). The contributions to this volume demonstrate that in this process literature as well as cinematic productions, drama and the visual arts have played a role that should not be underestimated, especially by depicting 'stirring experiences'.
(Author portrait)
Prof. Dr. Monika Wolting ist ordentliche Professorin am Germanistischen Institut der Universität Wroclaw, Polen, Sprecherin des Internationalen Christa-Wolf-Zentrums und stellvertretende Präsidentin der Goethe-Gesellschaft in Polen sowie der Grass-Gesellschaft in Danzig. 2020 erhielt sie die Auszeichnung 'Verdiente Versöhner' der Bundesrepublik Deutschland.Stephan Wolting ist ordentlicher Professor (Ordinarius) und Lehrstuhlleiter für Interkulturelle Kommunikation am Institut für Angewandte Linguistik der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan, Polen. Er beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Literatur, Literaturwissenschaft und Literaturkritik.



