Description
Während der postsowjetischen Periode versuchten die Bürger der UdSSR-Nachfolgestaaten, freie Politik und Wirtschaft zu etablieren sowie kollektive Emanzipation und persönliche Freiheit zu erlangen. Minakovs Analyse dieser politischen Kreativität trägt dazu bei, Lehren aus der postsowjetischen Periode zu ziehen.
Man kann die postsowjetische Periode 1989-2022 bereits heute als eine eigenständige, ja sogar prägende Epoche der modernen Weltgeschichte betrachten. Sie resultierte aus dem spektakulären Ende des Sowjetsystems und endete mit der GroÃinvasion Russlands in der Ukraine. Diese gut dreiÃigjährige Ãra eröffnete den Völkern Osteuropas und Nordeurasiens eine einzigartige Möglichkeit, Freiheitsformen selbst zu gestalten und eigene schöpferischen Potentiale zu erproben. Eine weitere Besonderheit der postsowjetischen Epoche in ihrem Raum war, dass sie - im Gegensatz zur Zeit der Russischen Revolution und des Bürgerkriegs 1917-1924 - nur eine vergleichsweise geringe Zahl an Toten forderte. Stattdessen unternahmen die Bürger der UdSSR-Nachfolgestaaten den Versuch, freie Politik und Wirtschaft zu etablieren sowie kollektive Emanzipation und persönliche Freiheit zu erlangen. Obwohl diese Versuche in den meisten Fällen scheiterten, war die politische Kreativität der postsowjetischen Menschen - ob nun bezüglich ihrer demokratischen Errungenschaften oder autokratischen Brüche - faszinierend. Eine unvoreingenommene Analyse dieser politischen Kreativität trägt dazu bei, angemessene Lehren aus der postsowjetischen Periode zu ziehen. Es ist für die neuen osteuropäischen und nordeurasischen Gesellschaften essentiell, dem Teufelskreis aus Tragödie und Zerstörung entgegenzuwirken sowie künftig eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.
Dr. Mikhail Minakov is Senior Advisor at the Woodrow Wilson Center for International Scholars, Washington, DC, as well as editor of the Kennan Institute's blog Ukraine Focus. He is also editor of the Ideology and Politics Journal and the philosophical website Koine. Among Minakov's recent books are From "The Ukraine" to Ukraine (co-edited with Georgii Kasianov and Matthew Rojansky, ibidem-Verlag 2021), Post-Soviet Secessionism (co-edited with Daria Isachenko and Gwendolyn Sasse, ibidem-Verlag 2021), The Dialectics of Modernity in Eastern Europe (in Russian, Laurus 2020), and Development and Dystopia (ibidem-Verlag 2018). His over 120 articles have appeared in, among other journals, Russian Politics and Law, Protest, Southeastern Europe, Transit, Studi slavistici, Mondo economico, Porownania, Neprikosnovennyi zapas, Sententiae, Krytyka, Agora, Ukraina moderna, and Filosofska dumka. Andreas Umland, M.Phil. (Oxford), Dr.Phil. (FU Berlin), Ph.D. (Cambridge), Research Fellow at the Swedish Institute of International Affairs in Stockholm, Senior Expert at the Ukrainian Institute for the Future in Kyiv, and Associate Professor at the National University of Kyiv-Mohyla Academy.Combinando perspectivas históricas, sociológicas y filosóficas, el nuevo libro de Mykhailo Minakov profundiza en los logros y fracasos de este periodo, instando a los lectores a reflexionar sobre sus lecciones más profundas. El enigmático fenómeno merece ahondar en su estudio y mejor comprensión.
Mykhailo Minakovs neues Buch verbindet historische, soziologische und philosophische Perspektiven und befasst sich eingehend mit den Errungenschaften und Misserfolgen dieser [postsowjetischen] Zeit. Die Leser werden dazu angeregt, über die tiefgreifenden Lehren nachzudenken. Dieses rätselhafte Phänomen verdient es, genauer untersucht und besser verstanden zu werden.
- Juan Carlos Tellechea, Mundoclasico.com, 23.06.2025.



