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Description
Psychoanalytische Wahrheit ist vielfältig: Bereits Freud räumte ein, dass eine Rekonstruktion der Vergangenheit oftmals nur eine Konstruktion darstellen kann, dessen Wahrheitswert anzuzweifeln ist. Seitdem hat die Auseinandersetzung um eine Vielfalt der Zugänge zur Wahrheit nicht aufgehört und zu Vorschlägen einer erkenntnistheoretischen Pluralität geführt, die der Band kritisch diskutiert. Psychoanalytische Wahrheit ist vielfältig - und ein wichtiger Bestandteil ist das, was sich als Erfahrung im klinischen Dialog zeigt. Die psychoanalytische Behandlungspraxis war viele Jahre bestimmt von der Auseinandersetzung um eine biografische Form der Wahrheitsfindung. Bereits Freud räumte aber ein, dass eine Rekonstruktion der Vergangenheit oftmals nur eine Konstruktion darstellen kann, deren Wahrheitswert anzuzweifeln ist. Wichtiger seien letztlich die gefühlsmäßigen Vorgänge im Hier und Jetzt der analytischen Begegnung, die zur Aufhebung von Verdrängung führen. Seit dieser für die Psychoanalyse grundlegenden Erkenntnis hat die Auseinandersetzung um eine Vielfalt der Zugänge zur Wahrheit nicht aufgehört und zu Vorschlägen einer erkenntnistheoretischen Pluralität geführt. Der vorliegende Band nimmt vor diesem Hintergrund eine notwendige Debatte der Psychoanalyse auf und ermöglicht in dialogisch-kollaborativer Form neue Perspektiven auf Wahrheit und die vielgestaltige Suche nach ihr.Hauptartikel und Replik von Wolfgang Mertens, Kommentare von Ceren Dogan, Günter Gödde, Ewa Kobylinska-Dehe, Christopher Marx, Alice Pechriggl, Nils Töpfer und Heinz Weiß Wolfgang Mertens ist Psychoanalytiker (DGPT), Lehranalytiker, Supervisor und Dozent an der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie in München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Konzept- und Psychotherapieforschung, im Bereich von Behandlungstechnik und Schulenvergleich.Stand: Oktober 2025 Timo Storck ist Psychoanalytiker und Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin.Stand: Oktober 2025 Günter Gödde ist psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis, Dozent, Supervisor, Lehrtherapeut und langjähriger Ausbildungsleiter in der Therapeut*innenausbildung sowie Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zum Unbewussten, zur psychodynamischen Psychotherapie sowie zur Therapeutischen und Kritischen Lebenskunst.Stand: Januar 2026 Ewa Kobylinska-Dehe ist Professorin am Institut für Philosophie und Soziologie an der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau und war Leiterin des Projekts über Geschichte der Psychoanalyse in Polen an der International Psychoanalytic University in Berlin (2015-2019). Sie ist niedergelassene Psychoanalytikerin in Frankfurt a.M. sowie Supervisorin und Dozentin am Frankfurter Psychoanalytischen Institut (DPV, IPA). Sie studierte Philosophie, Romanistik, Kulturwissenschaft und Psychologie. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Psychoanalyse und kulturelle Moderne, Hermeneutik, Geschichte der Psychoanalyse sowie Konzeptualisierungen der psychoanalytischen Situation. Sie veröffentlicht zu diesen Themen.Stand: März 2020 Heinz Weiß ist Chefarzt der Abt. für Psychosomatische Medizin am Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart; 1992/93 war er Visiting scientist an der Tavistock Clinic, London, und ist Guest Member der British Psychoanalytic Society; er publizierte zur Theorie, Geschichte und Behandlungstechnik der Psychoanalyse sowie zu Borderline-Störungen und pathologischen Persönlichkeitsorganisationen.



