Experimente in Demokratie : Re-Education, angewandte Sozialpsychologie und Gruppendynamik in der frühen Bundesrepublik (Psyche und Gesellschaft)

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Experimente in Demokratie : Re-Education, angewandte Sozialpsychologie und Gruppendynamik in der frühen Bundesrepublik (Psyche und Gesellschaft)

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  • 商品コード 9783837934472

Description

Der amerikanische Re-Education-Diskurs der 1930er und 1940er Jahre war geprägt von der Frage, wie mit dem nationalsozialistischen Deutschland nach dem Krieg umzugehen sei. Oliver König zeigt, welche Bedeutung angewandter Sozialpsychologie, Gruppendynamik und Psychoanalyse für eine in Deutschland schrittweise entstehende demokratische Kultur zukommt. Der amerikanische Re-Education-Diskurs der 1930er und 1940er Jahre war geprägt von der Frage, wie mit dem nationalsozialistischen Deutschland nach dem Krieg umzugehen sei. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Arbeiten Kurt Lewins, seine Theorie geplanten sozialen Wandels und die Demokratie-Experimente vom Ende der 1930er Jahre. Oliver König zeigt, welche Bedeutung angewandter Sozialpsychologie, Gruppendynamik und Psychoanalyse für eine in Deutschland schrittweise entstehende demokratische Kultur zukommt.Die Gruppe wird dabei mit hohen Ansprüchen verknüpft: Sie soll gleichermaßen Produktivität steigern, Zusammenhalt stiften und individuelle Freiräume schützen. Anhand der beruflichen Lebenswege u.a. von Tobias Brocher, Alf Däumling, Magda Kelber und Horst-Eberhard Richter führt König anschaulich vor Augen, wie Vergangenheitsbewältigung untrennbar mit der Profilierung von Sozial- und Humanwissenschaften verbunden ist - trotz der mitunter komplexen Konfliktlinien und Paradoxien, die diesen Wandel begleiten. 1 Einführung: Perspektiven und Fragestellungen2 Die Entstehung des Re-Education-Ansatzes in den USA und seine Umsetzung im Nachkriegsdeutschland2.1 »Der Sonderfall Deutschland« - Kurt Lewin und die Probleme kulturellen Wandels2.2 »Ist Deutschland unheilbar?« - Re-Education in der amerikanischen Diskussion der 1940er Jahre2.3 »Es ist die eigentliche Gruppendynamik, die zählt« - Kurt Lewin und die Demokratie-Experimente2.4 »Rekonstruktion aller Muster deutschen Lebens« - Die frühe Re-Education-Politik der Nachkriegszeit2.5 »Wir sind sehr misstrauisch gegenüber Gruppen, weil wir davon genug gehabt haben« - Deutsche in Amerika und Re-Education in Aktion2.6 »Der Sieg des demokratischen Herzens über den analytischen Verstand« - Autokratie und Demokratie: Die Demokratie-Experimente 20 Jahre später2.7 »Demokratisches social engineering ist demokratisch eher in seiner Methode als in seinen Zielen« - eine Erweiterung der Perspektive als Abschluss3 Die Anfänge angewandter Sozialpsychologie und Gruppendynamik in der Bundesrepublik3.1 Die junge Republik zwischen Vergangenheitsbewältigung und Modernisierungsprozessen3.2 »Es gelang uns nie, irgendwo fest etatisiert zu werden« - Magda Kelber und die Gruppenpädagogik von Haus Schwalbach3.3 »Das Problem der Führung im Betrieb ist das Problem der Führung in der Demokratie« - Gruppendynamik zwischen Demokratisierung des Arbeitslebens und Produktivitätsversprechungen3.4 »Der Mensch im Plural - Die Kulturerfindung des Menschen« - Peter Hofstätter und die Wiederkehr des Verdrängten3.5 »[...] bestehen grösste Bedenken hinsichtlich der Anwendbarkeit der Methode in Deutschland« - Schule und Hochschule und die gescheiterte Institutionalisierung der Gruppendynamik3.6 »In dieser Epoche den Willen zu einem konstruktiven Optimismus beizubehalten und zu ermutigen blieb schwer« - Tobias Brocher auf transatlantischer Wanderschaft3.7 »Meine Norm ist in einem empathischen Sinne Parteilichkeit« - Walter Giere und Gruppendynamik als politische Bildung3.8 »Persönlichkeit ist stets 'Struktur' und 'Prozeß' zugleich« - Adolf Martin (Alf) Däumling zwischen Verharren und Aufbruch3.9 »Es ging damals einfach bunt zu. Alles war im Werden« - Professionalisierung als Politik der Entpolitisierung3.10 »Sie sollten mich nie mehr ganz bekommen« - Horst-Eberhard Richter und das Abarbeiten an der Vergangenheit4 Re-Education 2.0: Angewandte Sozialpsychologie in der DDR und nach der Wende4.1 »Wir wollen auf unser 68 nicht zwanzig Jahre warten wie ihr«: 1945 - 1968 - 1989, ihre unterirdischen Verbindungen und der Streit um Re-Education4.2 »Die Vereinigungspolitik agiert so, als hätte ihr der Behaviorismus sein Menschenbild abgetreten« - Gegensätzliche Vergangenheitspolitiken4.3 »Realsozialistische Doppelkultur« - Marxistische Sozialpsychologie4.4 »Sozialpsychologische Optimierung von Gruppenleistungen« - Sozialpsychologisches Training4.5 »Urerlebnis Gruppenwunder« - Gruppenpsychotherapie in der DDR4.6 »Die hohe Schule der Anpassung« - Walter Giere auf Lehrerfortbildung in Thüringen5 Schlussbemerkung: Thesen und Fragen zur Sozialpsychologie sozialen Wandels5.1 1968 als Chiffre für sozialen Wandel5.2 Das Alte im Neuen5.3 Angewandte Sozialpsychologie im sozialen Wandel6 Anhang6.1 Forschungslage und Darstellungsprobleme6.2 Recherchen und Materialien6.3 Danksagung7 Literatur8 Namenregister

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