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Description
Frank Schulz-Nieswandt und Ursula Köstler wenden sich gegen dramatisierende Vereinnahmungen von Einsamkeit. Mit dem kritischen Blick sozialempirischer Forschung loten sie das Phänomen im Spannungsfeld von Zivilgesellschaft, Familie und Staat aus und sprechen sich für ein humanistisches Ernstnehmen dieses Daseinsthemas aus. Einsamkeit wird als Erosion eines guten Lebens diskutiert und politisch hochgradig bespielt. Die Tonlage ist kämpferisch: Es gilt, mit sozialpolitischen Maßnahmen gegen Einsamkeit als »stille Pandemie«, gar »epidemische Volkskrankheit«, anzutreten. Frank Schulz-Nieswandt und Ursula Köstler wenden sich gegen diese dramatisierenden Vereinnahmungen von Einsamkeit. Mit dem kritischen Blick sozialempirischer Forschung loten sie das Phänomen im Spannungsfeld von Zivilgesellschaft, Familie und Staat aus. Das Daseinsthema Einsamkeit wird humanistisch geschärft, sozialpolitische Maßnahmen werden auf ihre Effektivität hin durchleuchtet und die allgegenwärtige Haltung der Machbarkeit einer populistischen Bewältigungspolitik hinterfragt. Differenziert und lebensnah zeichnen die Autor*innen die vielen Gesichter eines Gegenwartsphänomens, das unser Zusammenleben neu justiert. Frank Schulz-Nieswandt ist interdisziplinärer Sozialwissenschaftler. Er hat (bis Juli 2024) die Professur für Sozialpolitik und qualitative Sozialforschung im Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln inne und ist dort auch Direktor des Seminars für Genossenschaftswesen. Er ist federführender Herausgeber der Zeitschriften ProAlter und Zeitschrift für Gemeinwirtschaft und Gemeinwohl. Seine Forschungsschwerpunkte und Lehrgebiete sind Sozialpolitik, Gemeinwirtschaftslehre, Theorie qualitativer Sozialforschung, Psychodynamische Habitustheorie, Metaphysik und Kritische Theorie.(Stand: April 2024)



