- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Social Sciences, Jurisprudence & Economy
- > Politics, Society, Work
- > social science
Description
Robert Michels neu entdeckt: Der kontroverse Soziologe als radikaler Feminist und progressiver Sexualreformer statt als Demokratieskeptiker und Faschismus-Apologet.
Der Soziologe Robert Michels (1876-1936) ist vor allem als Eliten- und Organisationstheoretiker bekannt, der in seiner »Soziologie des Parteiwesens« die Unmöglichkeit echter Demokratie postuliert. Kaum rezipiert sind hingegen seine Schriften über Geschlechterverhältnisse und Sexualmoral, obgleich diese Michels' Bibliografie von Anfang bis Ende durchziehen und ein ganz anderes Bild des (zurecht) kontroversen Autors zeichnen. Hans Geske erschließt diesen Materialschatz und zeigt die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit und sexueller Selbstbestimmung für den jungen Michels ebenso wie ihre Präsenz bis in die Spätphase seines Werks, die von seiner Faszination für den Faschismus geprägt ist. Damit leistet die Studie einen Beitrag zur politischen Ideengeschichte von Geschlecht, Sexualität und Moderne.
Hans Geske, geb. 1992, lebt in Halle (Saale). Neben der Forschung über Robert Michels, die mit einem Promotionsstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert wurde, beschäftigt sich Geske mit der Geschichte und Theorie der Frauen- sowie der sexuellen und queeren Emanzipation.



