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Description
Urbane Praktiken der Ausschlüsse und innovative Projekte für Teilhabe: die Auswirkungen des Kolonialismus auf städtische Mobilitäten in Westafrika.
Urbane Mobilität in der senegalesischen Hauptstadt Dakar findet in einem Raum zwischen Teilhabe und Ausgrenzung statt. Am Beispiel des Train Express Régional zeigt Simon Meienberg, wie selektive und kolonial geprägte Raumlogiken in aktuellen Verkehrspolitiken und Stadtentwicklungsprojekten in Westafrika fortwirken und dabei den Zugang zur Stadt für marginalisierte Bewohner*innen einschränken. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den partizipativen und künstlerischen Interventionspraktiken der Forumtheatergruppe »Kaddu Yaraax«: In ihren öffentlichen Straßentheateraufführungen machen sie diese Ausschlüsse sichtbar und erproben gemeinsam mit den Betroffenen alternative sowie inklusivere Formen urbaner Teilhabe.
Simon Meienberg (Dr. phil.), geb. 1989, ist Designethnograf und forscht zu postkolonialer Stadtentwicklung, Partizipationsprozessen und gesellschaftlicher Transformation. Er promovierte im Schnittfeld zwischen Designtheorie und -forschung, Kunst- und Architekturgeschichte, Ethnologie und Urban Studies am DFG-geförderten Graduiertenkolleg »anschließen ausschließen« der Universität zu Köln.



