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Krisen als Chance: Internationale Perspektiven auf Literatur, Sprache und Kultur zeigen, wie die Germanistik auf globale Herausforderungen reagiert.
Krisenerfahrungen prägen die deutschsprachige Kultur von Grimmelshausen bis Grass und sind heute aktueller denn je. Klimawandel, Pandemie und politische Polarisierung stellen nicht nur das gesellschaftliche Zusammenleben infrage, sondern fordern auch die Germanistik heraus: Wie kann ein philologisches Fach zur Bewältigung globaler Probleme beitragen? Die internationalen Beiträger*innen verbinden drei Perspektiven: die Analyse von Krisen in Literatur und Kultur, die theoretische Reflexion des Krisenbegriffs sowie die Auseinandersetzung mit der »Krise der Germanistik« selbst. Sie zeigen, wie das Fach durch interkulturelle und interdisziplinäre Ansätze neue Relevanz gewinnen kann, indem es aus den Krisen produktive Impulse gewinnt.
Jin Ho Hong (Prof. Dr.) ist Professor für deutsche Literatur an der Germanistischen Abteilung der Seoul National University, wo er seit 2007 lehrt. Seit 2024 ist er Vizedekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät. Er studierte Germanistik an der Seoul National University und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören der deutsche Naturalismus, die Literatur um 1900, die literarische Phantastik sowie das deutsche Theater.
Christian Baier (Prof. Dr.) ist Professor für deutsche Literatur an der Germanistischen Abteilung der Seoul National University. Er wurde 2011 mit einer Arbeit zu Geniekonzepten bei Thomas Mann promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Werke Thomas Manns, Franz Kafkas und Günter Grass sowie narratologische und fiktionstheoretische Fragestellungen.
Hyang Jo (Prof. Dr.) ist Professorin für deutsche Literatur an der Germanistischen Abteilung der Seoul National University. Sie wurde 2015 an der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg mit einer Dissertation über Alfred Döblins Exilromane promoviert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Weimarer Klassik, insbesondere Goethes Naturforschung und Literatur, Literatur und Naturwissenschaft, Ecocriticism und the Environmental Humanities sowie interkulturelle Literatur und Übersetzungskritik.
Taehwan Kim (Prof. Dr.) ist seit 2009 Professor für deutsche Literatur an der Germanistischen Abteilung der Seoul National University. Seine Forschungsschwerpunkte sind Narratologie, Semiotik, Literatursoziologie, Theorie der literarischen Gattungen, Fiktionalität und moderne deutsche Literatur.
Kyoungjin Lee (Prof. Dr.) ist Professorin für deutsche Literatur an der Germanistischen Abteilung der Seoul National University. Sie promovierte 2013 an der Universität Bonn mit einer Dissertation über die literarischen Übersetzungsdiskurse der deutschen Romantik. Sie forscht zur deutschen Geistesgeschichte, insbesondere zu deutscher Literatur- und Übersetzungstheorie, mit Schwerpunkten auf der Frühromantik und der Literatur nach Auschwitz.
Gesine Lenore Schiewer (Prof. Dr.) ist Lehrstuhlinhaberin für Interkulturelle Germanistik an der Universität Bayreuth sowie Präsidentin der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Interkulturelle Linguistik, Interkulturelle Literaturwissenschaft und Emotions- und Konfliktforschung.



