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Description
Ausgezeichnete Rinder - wie die D.L.G. mit ihren landwirtschaftlichen Ausstellungen die Rassenzucht und Rassenbildung beförderte.
Ausstellungen waren im 19. Jahrhundert ein beliebtes Instrument der Landwirtschaftsförderung. Ulrike Heitholt blickt am Beispiel der Rinder darauf, wie die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (D.L.G.) ihre Ausstellungen nutzte, um durch Wettbewerb, Wissensvermittlung und Identitätsstiftung die Rassenzucht zu etablieren. Dabei trieb die D.L.G. die Rassenbildung durch die Schaffung von Rassenstandards, einheitlichen Wettbewerbsklassen, das Preisrichten und die Förderung von Zuchtstrukturen aktiv voran - ein Prozess, der Rinderkörper systematisch und nachhaltig veränderte. Mit der Verbindung von Agrar-, Tier- und Wissensgeschichte eröffnet die Analyse neue Perspektiven auf die kulturelle Konstruktion von Rinderrassen.
Ulrike Heitholt arbeitet in der Wissenschaftskommunikation und forscht zur Geschichte der landwirtschaftlichen Tierzucht und landwirtschaftlicher Vereine. Sie hat ihre Promotion an der Universität Kassel im Rahmen des Landesprogramms LOEWE (Schwerpunkt »Tier-Mensch-Gesellschaft«) begonnen und im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Lehrgebiet Sozial- und Kulturgeschichte (Human-Animal Studies) abgeschlossen.



