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Description
Ströme von Dingen, Körpern und Informationen organisieren: Logistik als Untersuchungsgegenstand von Museen.
Die Rede vom Logistischen hat einen festen Platz in den Diskursen der Gegenwart. In der kritischen Geografie, den Medienwissenschaften oder den Black Studies verweist sie auf eine machtvolle Operationsweise, die Ströme von Waren, Körpern und Daten organisiert. Wie lässt sich ein solcher Begriff im Kontext von Museen produktiv machen? Dieser Frage geht Melcher Ruhkopf in Hamburg, Antwerpen und der chilenischen Atacama-Wüste nach. Er fokussiert auf Museen, die an zentraler Stelle mit logistischen Fragen befasst sind: Hafenmuseen und maritime Museen. Dabei zeigt sich, wie ein logistischer Blick nicht nur neue Perspektiven auf maritime Objekte eröffnet, sondern auch deren genuin verbindendes und emanzipatorisches Potential aktiviert.
Melcher Ruhkopf ist Kulturwissenschaftler und forscht zu Fragen des Museums sowie zu Raum- und Subjekttheorien am Fachgebiet Kunst und Wissen der Universität Kassel. Er war Doktorand am DFG-Graduiertenkolleg »Kulturen der Kritik« an der Leuphana Universität Lüneburg und Stipendiat der Claussen-Simon-Stiftung. Seine Dissertation wurde mit dem Förderpreis Maritimes Kulturerbe des Deutschen Schifffahrtsmuseum/Leibniz-Institut für Maritime Geschichte ausgezeichnet.



