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Description
Hoffnungsträger oder Mahnfiguren? Was wir aus den medialen und ästhetischen Konstruktionen von Kindheit über gesellschaftliche Krisen lernen können.
In Zeiten multipler gesellschaftlicher Umbrüche rücken Kinder und Kindheit verstärkt in den Fokus öffentlicher, medialer und ästhetischer Aufmerksamkeit. Als Seismografen, Hoffnungsträger, Mahnfiguren oder Symbole einer erschütterten Gegenwart und bedrohten Zukunft erscheinen sie dabei als Krisensymptom und -antwort zugleich. Die Beiträger*innen fragen nach den vielfältigen historischen und gegenwärtigen Relationen zwischen Kindheit und Krise. Wie prägen Krisen Kinder und Kinder die Wahrnehmung von Krisen? Wie entstehen ihre medialen und ästhetischen Bilder? Welche neuen Perspektiven offenbart der Blick auf die Kinder der Krise und was können wir von ihnen lernen?
Denise Reimann (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie die internationale Vortragsreihe der Mosse Lectures kuratiert und an einem Forschungsprojekt zu Kindheit und Nachkommenschaft in der literarischen Klimatologie arbeitet. Sie lehrt und forscht auf den Gebieten der Environmental Humanities, der Cultural and Literary Animal Studies und der Sound Studies.
Stephan Zandt (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Medienphilosophie der Bauhaus Universität Weimar. Im Anschluss an das 2025 geendete DFG-Graduiertenkolleg Medienanthropologie (GRAMA), in dem er als Post-Doc assoziert war, arbeitet er an einem Forschungsprojekt zur Mediatisierung von Kindern und Kindheit um 1900. Zu seinen weiteren Lehr- und Forschungsfeldern zählen die Geschichte und Anthropologie der Sinne, Cultural and Literary Animal Studies sowie Environmental Humanities.



