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Description
Lern- und Erinnerungsorte des deutschen Kolonialismus - zentrale Ideen, Visionen und Debatten.
Debatten um Erinnerungskultur stehen immer wieder im Fokus unterschiedlicher Auseinandersetzungen in Deutschland. Der Auftrag dieser, die Erinnerung an und Aufarbeitung von Unrechts- und Gewaltgeschichten in der deutschen Vergangenheit im kollektiven und öffentlichen Gedenken zu verankern, bleibt unumstritten. Gleichzeitig wird das Erinnern an drei Jahrzehnte Kolonialherrschaft weiterhin peripher behandelt. So fehlt es bis heute an einem offiziellen nationalen Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus. Die Publikation Memory in Motion dokumentiert einen gleichnamigen, zweijährigen Prozess, in dem sich ein internationales Netzwerk von Expert*innen aus Wissenschaft, Aktivismus, Kunst, Architektur, Zivilgesellschaft, Museen und Kulturerbe sowie dem öffentlichen Sektor mit diesen Nachwirkungen einer sogenannten »kolonialen Amnesie« auseinandersetzte, und sich zu Fragen im Kontext eines oder mehrerer Orte des Lernens und der Erinnerung an den Kolonialismus in Deutschland austauschte.
Beatrace Angut Oola ist Kultur- und Kreativstrategin sowie Produzentin und Gründerin der Plattform Fashion Africa Now. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung als Beraterin, Dozentin, Referentin und interdisziplinäre Kuratorin verbindet ihre Arbeit die Felder Mode, kulturelles Erbe, dekoloniales denken, Erinnerungskultur und Identität.
Iris Rajanayagam ist Historikerin und arbeitet zu Erinnerungskulturen, post- und dekolonialen Theorien und Intersektionalität. Sie ist Referentin bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.
Emmanuel Asare ist Marketing- und Kommunikationsexperte mit langjähriger Erfahrung in transnationalen Medien- und Kommunikationsformaten. Er ist Gründer und Geschäftsführer der African German Network Association. Seine Arbeit ist an der Schnittstelle von Kulturpolitik, Zivilgesellschaft und dekolonialer Erinnerungspraxis verortet.
Mèhèza Kalibani ist Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart sowie Geschichts- und Kulturwissenschaftler. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit Themen wie dekoloniale Praxis in Museen und Archiven, koloniale Kontinuitäten und Erinnerungskultur, postkoloniale Theorien sowie Macht- und Wissensverhältnisse im (post-)kolonialen Kontext.
Eric Otieno Sumba ist Autor und unabhängiger Forscher mit einem Hintergrund in Sozialtheorie, politischer Ökonomie, postkolonialen Studien und Kunstkritik. Er ist Redakteur für Publikationspraxis am Haus der Kulturen der Welt (HKW) in Berlin.
Ibou Coulibaly Diop ist Kurator von Diskursprogrammen und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im Senegal und in Deutschland. Seine Arbeitspraxis hat einen starken Fokus auf partizipative Formate, die Kunst, Denken und Zivilgesellschaft zusammenbringen, um gemeinsam Räume zu besetzen und zu gestalten.



