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Description
Die Wechselwirkungen von prekären Arbeits- und Wohnverhältnissen: Alltagspraktiken und raumbezogene Zugänge am Beispiel Leipzig.
Die Frage, wie sich prekäre Erwerbsarbeit auf die Wohnsituation auswirkt und wie unsicheres Wohnen wiederum das Arbeitsverhältnis beeinflusst, blieb bisher meist unbehandelt. Erstmals führt Elisa Gerbsch zentrale theoretische Zugänge und Methoden verschiedener raumbezogener Sozialwissenschaften in einem Mehrebenenmodell zusammen. Damit fasst sie Erwerbsarbeit und Wohnen als sozialräumliche Praxen und ermöglicht es, den Alltag von fünf Leipziger Haushalten auf Entsicherungen hin zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, wie die Wechselwirkungen - eingebettet in ostdeutsche Entwicklungen und die Dynamiken der Corona-Pandemie - prekäre Lebenslagen verfestigen oder verschärfen.
Elisa Gerbsch (Dr. rer. nat.), geb. 1990, ist Humangeographin und schloss 2024 ihre Promotion an der Technischen Universität Dresden ab. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit sozialräumlichen Ungleichheiten sowie mit Nachhaltigkeits- und Resilienzstrategien insbesondere im städtischen Kontext. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit liegt auf wohnungspolitischen Instrumenten und Akteuren. Seit einigen Jahren ist sie zudem in der Leipziger Recht-auf-Stadt-Bewegung aktiv.



