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Description
Die Modernisierung frühkindlicher Bildung und ihre paradoxen Implikationen für den Kita-Sektor: eine soziologische Krisenanalyse.
Der deutsche Kita-Sektor ist seit Beginn des 21. Jahrhunderts enorm expandiert und wurde mit dem Plädoyer für eine universelle frühkindliche Bildung zum großen Hoffnungsträger. Inzwischen dominieren jedoch Krisendiagnosen. Die Autor*innen geben einen Überblick über die Fachdebatte und analysieren im Rückgriff auf Fallstudien die Kernprobleme der (frei nach A. Huxley) optimierten »schönen neuen Kita-Welt« aus einer soziologischen Perspektive. Sie verdeutlichen, inwiefern eine teils inkonsistente Erwartungskultur im Umfeld zu Überfrachtung von Organisationsagenden führt und beim Personal - trotz wachsender Professionalitätsansprüche - in Konfusion münden kann. Dadurch zeigen sich auch die tiefer liegenden Ursachen der »Kita-Misere« jenseits eines bloßen »Fachkräftemangels«.
Sigrid Betzelt (Dr. phil.), geb. 1963, ist Professorin für Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationssoziologie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Wohlfahrtsstaats- und Genderregimes, Wandel und Organisation von Arbeit und Erwerbsstrukturen, soziale Dienstleistungen, ihre Organisation und wohlfahrtsstaatliche Steuerung.
Ingo Bode (Dr. rer. pol.), geb. 1963, lehrt Sozialpolitik mit dem Schwerpunkt Organisation und Gesellschaft an der Universität Kassel. Der Soziologe promovierte und habilitierte sich an der Universität Duisburg-Essen und war danach an verschiedenen Hochschulstandorten tätig, auch international. Seine Forschungsschwerpunkte sind die politische Soziologie zeitgenössischer westlicher Wohlfahrtsstaaten sowie Organisationsdynamiken im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen.
Johannes Eckstein (M.A.), geb. 1985, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Sozialpolitik mit dem Schwerpunkt Organisation und Gesellschaft an der Universität Kassel. Der an der Universität Potsdam ausgebildete Soziologe promoviert zu gouvernementalen Steuerungslogiken in Organisationen des Sozialwesens. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Soziologie, Arbeits- und Organisationssoziologie sowie Sozialpolitik und Diskursforschung.
Femke Goergen (M.Sc.), geb. 1997, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulentwicklungsforschung an der Technischen Universität Dortmund. Sie promoviert zum Übergang von der Kita zur Grundschule, insbesondere zum Thema Sprachbildung. Sie studierte Soziologie sowie Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie an den Universitäten Mannheim und Tübingen.
Sarina Parschick (M.A.), geb. 1995, arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Sozialpolitik mit dem Schwerpunkt Organisation und Gesellschaft an der Universität Kassel. Sie promovierte zu organisationalen Aushandlungspraktiken von Kritik und dahinterliegenden Professionalitätsvorstellungen in Kita und Jugendberufshilfe. Sie studierte im Bachelor Soziologie und Psychologie an der Universität Jena und an der Universität Bremen.



