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Description
Abfall bewegt die Welt - allerdings nicht immer und überall gleichförmig. Wann, wo und vor allem auf welche Art und Weise wird er wirksam?
Abfälle sind Teil unserer Umwelt und werden es auch in absehbarer Zukunft bleiben. Das zeigen überquellende Mülleimer, aber auch auf den ersten Blick nicht als »Müll« erkennbare Hinterlassenschaften wie Rückstände aus Produktion und Rohstoffgewinnung. Dabei sind Abfälle in Bewegung, verändern ihre Form und Wirkung und tauchen je nach Kontext zum Beispiel als hygienisches Problem, willkommener Wertstoff oder auch als unsichtbare Schadstoffe wieder auf. Die Beiträger*innen nähern sich daher der Frage, wie Abfall die Welt bewegt, stets über seine Beziehung zu Lebewesen, Dingen, Orten und Zeiten. Sie zeigen dabei: Wo, wie, wann und für wen Abfälle zur Herausforderung werden, lässt sich nur situativ beantworten.
Yusif Idies arbeitet als Postdoc am Institut für Geographie der Universität Münster. In seiner Forschung befasst er sich mit kritischen Ansätzen zur Nachhaltigkeit, insbesondere mit Geographien des Abfalls und der Entsorgung.
Sven Bergmann ist Senior Researcher am Deutsches Schifffahrtsmuseum Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven. Als Kulturanthropologe forscht und kuratiert er dort im Themenfeld Schiff und Umwelt zu Themen der Meeresverschmutzung und -veränderung, z.B. zu den Folgen von Kriegsaltlasten in der Nordsee oder den sozialen, politischen und ökologischen Auswirkungen von maritimen Infrastrukturen.
Kathrin Eitel ist Postdoktorandin am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich. Als Kulturanthropologin und feministische STS-Forscherin beschäftigt sie sich mit Themen wie urbaner Resilienz, technologischen Megaprojekten sowie Umweltfragen im Zusammenhang mit Wasser und Abfall hauptsächlich in und zwischen Südostasien und Europa.
Friederike Gesing ist Assistenzprofessorin für Humangeographie mit Schwerpunkt Posthuman Studies an der Universität Graz.
Tobias Gumbert (Dr.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster. Der Politikwissenschaftler lehrt und forscht zur Governance von Nachhaltigkeitsherausforderungen, insbesondere in den Feldern Nahrungsmittel- und Abfallpolitik.
Johanna Kramm, geb. 1981, ist promovierte Geographin und leitet den Bereich »Wissensprozesse und Transformationen« am Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen chemische Geographien, Materialitäten, Risiko und Wissensprozesse.
Dr. Stefan Laser arbeitet an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.
Aleksandra Ross (PhD), geb. 1990, arbeitet an der Universität Warschau. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Umweltwissenschaften, mit besonderem Fokus auf dem Diskurs über Toxizität und der Rolle von Kontamination bei der Entstehung neuer Ökosysteme.
Nicolas Schlitz ist freier Wissenschaftler in Wien und war zuletzt als Universitätsassistent am Institut für Geographie und Raumforschung an der Universität Graz tätig. Er arbeitet zu Politiken und Ökonomien des Mülls und Recycling an der Schnittstelle von Urbaner Politischer Ökologie, Labour Studies und Waste & Discard Studies.
Dr. Sarah Schönbauer arbeitet an der School of Social Science and Technology der Technischen Universität München.



