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Description
(Short description)
Vom Flanieren als Erinnerungsarbeit: Das Buch wirft einen frischen Blick auf gängige Gedächtnis- und Erinnerungsdiskurse, fragt nach dem Wert von Erinnerungsorten und danach, wie lokales Erinnern gelingen kann.
(Text)
Aufbauend auf eine fundierte Kritik gegenüber Lücken in den gängigen Gedächtnis- und Erinnerungskonzepten und unter Zuhilfenahme von zeitgenössischen Projekten der Erinnerungsarbeit entwickelt Karsten Michael Drohsel eine Sozialfigur zur Methodisierung eines neuen, individuell praktizier- und erlebbaren lokalen Erinnerns. Hierbei helfen Praktiken des aufmerksamen Gehens, die aus der Flanerie entwickelt wurden.
Zentrales Moment der Studie ist die Frage nach der Übersetzung und Übergabe von Erinnerungen an Orten, an denen Erinnerungen aufscheinen bzw. sich festmachen lassen. Diese neue Form der Erinnerungstätigkeit bezieht individuelles und kollektives Erinnern in den bislang geführten Gedächtnis- und Erinnerungsdiskurs ein und arbeitet die Potentiale beider Modi heraus, ohne sie zu bedingen.
(Review)
Besprochen in:
www.socialnet.de, 31.05.2015, Jos Schnurer
PLOTmag.com, 18.08.2016
Kunstbulletin, 1-2 (2017)
(Author portrait)
Karsten Michael Drohsel (Dipl.-Ing.) betreibt das Berliner Impulsbüro für Stadtforschung, experimentelle Raumpraxis und urbane Bildung. Er lehrt an der Technischen Universität Berlin und der Universität Kassel. Als Projektentwickler arbeitet er an urbanen Bildungsprojekten in Tbilisi/Georgien und Yerevan/Armenien und berät ein soziales Wohnbauprojekt in Stuttgart. Er ist Gründer der Mobilen Universität in Berlin und des Joseph Süß Oppenheimer-Archivs in Stuttgart. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sensueller Städtebau und Erinnerungskultur.



