Handhabbare Welten : Kartografie und Nützlichkeit

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Handhabbare Welten : Kartografie und Nützlichkeit

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783835392038

Description

Karten versprechen eine Handhabbarkeit der Welt - als Navigationsinstrument, als administratives Werkzeug, als ideologische Darstellung oder ganz buchstäblich als portables Objekt.Im Zentrum des Buches stehen die Mechanismen, die die kartografischen Versprechungen von einer handhabbaren Welt wirksam werden lassen. Magdalena Beckers Ausgangsfrage lautet, welche Anforderungen unterschiedliche kartografischen Praktiken an die Nutzung von Kartenmaterialien stellen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde diese Nützlichkeit der Kartografie akademisch, bürokratisch, militärisch, ideologisch oder auch ökonomisch definiert. Aber wie prägen diese Aushandlungen die mediale, materielle und visuelle Formfindung der Karten? Das Buch schließt eine erstaunliche Forschungslücke der Kartografiegeschichte, konzentrierten sich die bisherigen Untersuchungen doch vor allem auf frühneuzeitliche Karten oder Digitalisierung. Das 20. Jahrhundert spielte hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Mit dem Fokus auf die Nützlichkeit kartografischer Objekte werden historische und epistemische Kontexte mit konkreten, materialgeleiteten und medienanalytischen Untersuchungen der Karten selbst kombiniert. Anhand der ausgewählten Fallbeispiele der Millionenkarte International Map of the World (kurz IMW, 1891-1989), der Ausstellung Airways to Peace im Museum of Modern Art, New York (1943) und der Falk-Pläne (seit 1946) wird ausgelotet, wie sich das oft axiomatische Verständnis von Nützlichkeit von wissenschaftlicher Grundlagenforschung zu militärischem und didaktischem Instrument bis zur unternehmerisch und ökonomisch gedachten Verwertung von Kartografie wandelte. Magdalena Becker ist Kunsthistorikerin. Sie forscht zu Bildmedien und Wissensordnungen an den Schnittstellen vonnaturwissenschaftlicher Forschung, Pop-Kultur und bildender Kunst im 19. und 20. Jahrhundert. Das Buch wurde mit demWillibald-Sauerländer-Preis 2025 des Zentralinstituts für Kunstgeschichte ausgezeichnet.

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