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Description
Zwei junge Menschen im Nachkriegsfinnland auf der Suche nach Gemeinschaft zwischen Trümmern und Aufbruch, Klassenunterschieden und Versöhnung.Finnland in den 40er Jahren. Vilho und Elsas Träume sind bescheiden, aber nicht leicht zu erfüllen. Aus armen Verhältnissen stammend konnten sie keine höhere Schule besuchen, und Vilho kommt versehrt aus dem Krieg zurück. Er hat die linke Hand verloren, was ihn auch seelisch belastet: Er kann nicht mit eigenen Händen ein Haus bauen. Neben Rückblenden zu Vilhos und Elsas Herkunft sowie Vilhos Kriegserlebnissen erzählt der Roman davon, wie sich das junge Paar seine Zukunft aufbauen möchte: Vilho und Elsa ziehen in eine Stadt mit Papierfabrik, deren Schornstein als Symbol des Wohlstands, an dem alle teilhaben können, in den Himmel ragt. Vilho muss hart arbeiten, ist aufgrund seines Handicaps aber überfordert. Stolz, Trotz und Medikamentensucht ziehen ihn in eine Abwärtsspirale, aus der er nur mit Hilfe seiner Frau, seiner Tochter und seiner Kollegen herauskommt. Er findet Arbeit bei der Belegschaftszeitung und es geht allmählich aufwärts. Neue Konflikte mit der Werksleitung wie mit den Kollegen entstehen ...»Die Fabrik« ist ein intensiver Roman über den Wiederaufbau Finnlands und den ungebrochenen Lebenswillen. Ein Roman, der unter die Haut geht. Mooses Mentula, geboren 1976 im ländlichen Osten Finnlands, hat mehrere Jahre in Lappland gelebt. Heute lebt er in Tuusula, im Süden des Landes. Nach mehreren Jahren als Nachrichtenredakteur arbeitet er heute als Rektor einer Schule sowie als Schriftsteller. Sein Werk umfasst einen Band mit Erzählungen und vier Romane. Bei Weidle in deutscher Übersetzung erschienen sind die Romane »Nordlicht - Südlicht« (2014) sowie »Der Schildkrötenpanzer« (2022). Stefan Moster, geboren 1964 in Mainz, studierte in München, lebte fünfzehn Jahre in Helsinki, heute in Berlin. Er hat zahlreiche Werke der finnischen Literatur ins Deutsche übersetzt und sich darüber hinaus vielfältig in der Literaturvermittlung engagiert, u. a. als Leiter von Seminaren für junge Übersetzer:innen. 2009 erschien sein Debütroman »Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels« , dem inzwischen fünf weitere Romane gefolgt sind. Er wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, u.a. 2024 mit dem Internationalen Literaturpreis - Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen sowie 2025 mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.



