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Description
Wie Mitarbeiter der Reichsbank nach 1945 ihre Karrieren in den neuen Institutionen fortsetztenZahlreiche Akteure, die nach 1945 in der Bank deutscher Länder (BdL) und der Bundesbank wichtige Posten besetzten, hatten ihre Karriere in der Reichsbank begonnen und waren in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus sozialisiert worden. Ihre Überzeugungen verschwanden nicht einfach mit dem Kriegsende. Vielmehr brachten sie ihre Erfahrungen, Netzwerke und Leitbilder in die neuen Institutionen ein. Christian Marx fragt nach der inneren Organisation und den Personalstrukturen der BdL bzw. der Bundesbank. Er untersucht Sozialprofile, Ausbildungswege, Karrieremuster und NSDAP-Zugehörigkeiten des Führungspersonals. So kann er zeigen, wie eng institutioneller Neubeginn und personelle Kontinuität miteinander verflochten waren. Seine Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der frühen Bundesrepublik, zur Genese der zentralbankpolitischen Unabhängigkeit und zum Umgang mit Funktionseliten nach 1945. Christian Marx, geb. 1977, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Privatdozent an der Universität Trier. Er hat u. a. zu Unternehmen in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus sowie zur jüngsten Zeitgeschichte seit den 1970er Jahren geforscht und publiziert.Veröffentlichungen u. a.: Wegbereiter der Globalisierung. Multinationale Unternehmen der westeuropäischen Chemieindustrie in der Zeit nach dem Boom (1960er-2000er Jahre) (2023); Die braune Wirtschaftselite. Unternehmer und Manager in der NSDAP (2022, mit Paul Windolf); Paul Reusch und die Gutehoffnungshütte. Leitung eines deutschen Großunternehmens (2013).
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