Description
Ein von tiefer gegenseitiger Sympathie getragener Freundschaftsbriefwechsel zwischen dem bedeutenden schweizerischen Schriftsteller und dem Begründer der Schweizer KunstgeschichteAus der Zufallsbekanntschaft von C. F. Meyer und Johann Rudolf Rahn im Jahr 1868 entwickelte sich schon nach wenigen Jahren eine der engsten Freundschaften des Dichters. In derselben Zeit, in der Rahn als junger Professor an der Universität Zürich (ab 1883 auch am Polytechnikum) zum Begründer der Schweizer Kunstgeschichte aufstieg, wurde der 16 Jahre ältere Meyer zu einem der bedeutendsten Schriftsteller der Schweiz. Rahn spielte auch eine wichtige Rolle in kunsthistorischen Fragen für Meyers literarische Werke, insbesondere bei Meyers beiden letzten Novellen »Die Versuchung des Pescara« und »Angela Borgia«. Auch nach Meyers psychischem Zusammenbruch 1892 besuchte Rahn weiterhin den kranken Freund und schickte ihm bis zu dessen Lebensende seine zahlreichen Aufsätze. An Meyers Grab sprach Rahn die letzten Worte: Meyer »wird kaum je ein populärer Dichter sein; aber er ist ein Gestalter des Lebens wie wenige neben ihm, historischen Lebens namentlich; da ist er der Größte: ein ganzer, edler Künstler, wie er ein tiefer, edler Mensch gewesen ist.«Die Korrespondenz zwischen C. F. Meyer und dem Kunsthistoriker Johann Rudolf Rahn bildet den Abschluss der historisch-kritischen Ausgabe von Meyers Korrespondenzen. C. F. Meyer (1825-1898) war einer der bedeutendsten Schweizer Dichter des Realismus. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm erst im Alter von über 45 Jahren mit dem Versepos »Huttens letzte Tage« (1871). Die Novelle »Das Amulett« (1873) und der Roman »Jürg Jenatsch« (1876) brachten erste Erfolge als Erzähler. In den 1880er Jahren schließlich wurde Meyer mit historischen Novellen zu einem Bestseller-Autor. Johann Rudolf Rahn (1841 - 1912) war Professor für schweizerische Kunstgeschichte in Zürich und einer der engsten Freunde Meyers. Er gilt als Gründerfigur der Denkmalpflege und Kunstforschung in der Schweiz. Stephan Landshuter, geb. 1968, Promotion an der Bergischen Universität Wuppertal, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Zürich und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Rosmarie Zeller, geb. 1946, emeritierte Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel.



