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Description
(Text)
Diese Studie befasst sich mit dem Auswahl- und Rekrutierungsprozess von Schulleiterinnen und Schulleitern sowie mit den Maßnahmen für deren berufliche Qualifizierung. Der Autor geht davon aus, dass frühere Aufgabenstellungen der Schulleitung andere war als heute, nämlich in erster Linie Erfüllungsgehilfen für die Schulaufsicht in der Umsetzung der top-down gestellten Vorgaben. SchulleiterInnen waren Verwalter, weniger Gestalter der ihnen anvertrauten Schule. Handlungsspielraum und Gestaltungsmöglichkeiten gab es nur bedingt.Heute dagegen seien Schulen in den meisten Bundesländern mehr oder weniger in Eigenverantwortlichkeit effizient zu führende Unternehmen. Bis zu welcher Grenze sollen sich Schulen von der Kultusadministration und den Ministerien loslösen können? Wie viel Eigenverantwortung sollen SchulleiterInnen bei der Einstellung von Lehrern und beim Budget erhalten? Darüber hinaus wurden in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend neue Anforderungen von außen an Schulen undSchulleitungen herangetragen. Sie sind vielfältig, mitunter auch sozialer, familiärer, medialer, politischer, ökonomischer, kultureller oder berufsbezogener Natur. Schulleitungen sehen sich deshalb zunehmend in einer "Sandwichposition" zwischen der bildungs- und schulpolitischen Ebene mit ihren Vorgaben und Forderungen und den Lehrerkollegien, deren Motivation und Handlungsfähigkeit aufrechterhalten werden müsse. Anders als im angelsächsischen Raum haben Themen wie "Schulleitung", "Führung" oder "Leadership" in der deutschsprachigen schultheoretischen Diskussion, in der schulpädagogischen Fachliteratur und in der Erziehungswissenschaft lange Zeit wenig Beachtung gefunden. Mit neuen Erkenntnissen bezüglich der zentralen Rolle von Schulleitung im Qualitätsmanagement von Schulen, richtet man aktuell den Fokus der Forschung auch auf die Qualifizierung, die Auswahl und Rekrutierung von Schulleiterinnen und Schulleitern. Eine grundlegende Fragestellung dieser Arbeit lautet deshalb: "How to select the right person for the right position." Ziel dieser Studie ist auch, die Leistungsfähigkeit und Validität der gegenwärtig angewandten Auswahlverfahren für Schulleitungspersonal zu evaluieren. Ferner, die Grundlagen für Verfahren zu empfehlen, die eine höhere Validität aufweisen und ein professionelles Konzept für die Aus- und Weiterbildung von Schulleitern zu entwickeln, bzw. dafür, bestehende Qualifizierungskonzepte zu optimieren.
(Author portrait)
Hans Happes, Oberstudiendirektor i. R., geb. 1953 in Heidelberg, studierte nach dem Abitur am Helmholtz-Gymnasium Heidelberg an der Ruperta Carola die Fächer Anglistik und Geographie. Den Vorbereitungsdienst am Seminar für Erziehung und Didaktik in der Schule Karlsruhe und an den Ausbildungsschulen in Östringen und Bretten schloss er 1980 mit der Zweiten Staatsprüfung ab.Nach 12 Jahren als Fachlehrer für Englisch und Geographie am Auguste-Pattberg-Gymnasium Neckarelz wechselte er 1992 als stellvertretender Schulleiter an das Nicolaus-Kistner-Gymnasium Mosbach, an dem er 2005 die Schulleitung übernahm. 2015 ging er in dieser Position in den Ruhestand.Von 2007 bis 2009 absolvierte Happes ein berufsbegleitendes postgraduales Fernstudium "Schulmanagement" am Distance and Independent Studies Center (DISC) der Technischen Universität Kaiserslautern. Das Thema der Masterarbeit: "Sind Jungen die Verlierer des öffentlichen Schulsystems? Ursachen, Entwicklungen, Lösungsstrategien unter besonderer Berücksichtigung der Lesekompetenz".Seit 2011 ist er Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Lehrerberufseignung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In diesem Kontext schrieb er seine Dissertation mit dem Titel "Schulleiterinnen und Schulleiter als pädagogische Richtungsgeber. Auswahlverfahren und Qualifizierung von Schulleitern in der Folge veränderter Anforderungen an Schule und Schulleitung."



