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Description
Dieses Buch stellt die erste umfassende, systematisch angelegte Studie zur mittelalterlichen Rezeption des oströmischen Kaisers Herakleios (610-641) dar. Es untersucht, welche Aspekte seines Wirkens die Nachwelt interessierten, welche hingegen verschwiegen oder vergessen wurden und welche Akzente von welchen Akteuren aus welchen Gründen beim Erzählen über diesen Kaiser gesetzt wurden. Die Vielfalt der Erinnerungsmodalitäten und die Dynamik des Erinnerns und des Vergessens stehen dabei im Mittelpunkt. Das Spektrum der für diese Analyse herangezogenen Quellen reicht von höfischer Dichtung bis zu liturgischen Texten, ihre Provenienz von Britannien bis Ägypten und die Entstehungszeit vom siebten bis zum dreizehnten Jahrhundert. Dieses Buch richtet sich an Forschende und Studierende der Geschichte und Kultur des europäischen und vorderasiatischen Mittelalters sowie an alle, die Interesse an den Modalitäten des menschlichen Erinnerns und Vergessens haben. Es ist eine überarbeitete und erweiterte Fassung der gleichnamigen Dissertation, die die Autorin 2020 an der Ludwig-Maximilians-Universität München verteidigt hat. Anastasia Sirotenko, Dr. phil., geboren 1991 in Moskau, studierte Byzantinistik und mittelalterliche Geschichte in Moskau und Wien und promovierte 2020 in München mit einer Dissertation über die Geschichte der Rezeption des Kaisers Herakleios. Aktuell ist sie Postdoktorandin am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsinteressen liegen in der kulturellen, politischen und diplomatischen Geschichte Ostroms, Westeuropas und des Nahen Ostens von der Spätantike bis ins Hochmittelalter, in den Gedächtnisstudien sowie in der Handschriften- und Liturgiewissenschaft.



