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Description
(Text)
Die Stadt zu lieben, heißt die Stadt zu lassen. Ihre Transformation anzuerkennen, auf allen denkbaren Ebenen. Die Stadt zu lassen impliziert kein »Ergeben« vor der Übermacht urbaner Komplexität. Um die transformative Stadt politisch gestalten zu können, bedarf es jedoch zuvor einer vielschichtigen und genauen Analyse.
Mit den Mitteln der Fotografie und der postethnografischen Interpretation stellt Andreas Thiesen die Eindeutigkeit von Stadt konzeptionell in Frage: Er verbindet essayistische Miniaturen mit popkulturellen Sequenzen, vereint Bilder des Städtischen mit fiktiven Texten, schwelgt zwischen Poesie und wissenschaftlichen Reflexionen. Am Beispiel zahlreicher internationaler Portraits entstehen auf diese Weise völlig neue Perspektiven zukunftsfähiger Stadtpolitik.
(Review)
Am Ende versteht man auf einmal, warum junge Leute nachts herumlaufen und die Wände mit Graffitis besprühen. Denn wenn die Bewohner der Stadt ihre Stadt nicht selbst gestalten können und dürfen, werden sie zu Fremden darin, weil - Nicht-Besitzenden. Zu Sprachlos-Gemachten. Was Thiesen so nicht schreibt. Denn seine Essays sind ja vor allem Versuche, diese Komplexität mit rationalen Formeln zu fassen, das Emotionale zwar zu beschreiben, aber nicht zur Grundlage zu machen. Ralf Julke, in: Leipziger Internet Zeitung (26.08.2020).
(Author portrait)
Andreas Thiesen, geb. 1979, ist Professor für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain in Wiesbaden. Seine Schwerpunkte liegen u.a. in der Stadt- und Sozialraumforschung. Er arbeitet insbesondere zu Fragestellungen der transformativen Stadt.



