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Description
(Text)
Philosophie, Dichtung und religiöse Literatur bieten der Öffentlichkeit,welche sie sich aneignen möchte, Stoffe, die fast immer wenigstensstreckenweise nicht ohne Deutung zugänglich sind. Falls mandann nicht auf übliche Hilfsmittel, im Prinzip also die Auskunft vonFachleuten als den berufenen und kundigen Interpreten zurückgreift,vielmehr sich zuerst als autonomen Leser versteht, stößt man aufHemmnisse, die nicht leicht zu umgehen sind. Von Beseitigung kannohnehin keine Rede sein. Wieweit aber kann der gründliche Vollzug,die eingehende Überlegung hier hilfreich sein und zum Erfolg führen?Dafür, dass dies nur begrenzt oder unvollständig gelingt, sollen diehier gesammelten Texte stehen, die philosophischen Diskursen, literarischenWerken und religiösen Grundvorstellungen gelten. Sie lassensich im geringen Maß als Essays, öfter nur als Noten, zuletzt bloß alsArtikel verstehen. S. Kierkegaards ironische Bescheidenheitsfloskel(in Furcht und Zittern), er hätte die biblische Erzählung von IsaaksOpferung sicher besser verstanden, hätte er Hebräisch gekonnt, sollnicht kopiert werden, da ein philologischer Anspruch über die biedersteRichtigkeit hinaus nicht zu stellen ist. Sollte jemand auf diesemNiveau widersprechen wollen: habeat sibi.
(Author portrait)
Heinz-Helmut Möllmann hat in Heidelberg, München und Bochum Philosophie, Germanistik und Naturwissenschaften studiert. Seine Interessen gelten der Wissenschaftstheorie und der mittelalterlichen Philosophie. Zuletzt bei K&N Zeit ohne Verheißung. Die spätscholastische Debatte. Deduktion und Glaube vor den Krisen (2020).



