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Description
Die Sprachreflexion der Moderne (1890-1930) ist ein komplexes und vielschichtiges Phänomen, dessen Zentralität in der kulturellen Phänomenologie der Epoche kaum zu ermessen ist. Methodologisch haben die bisherigen Forschungsansätze versucht, die Komplexität des Phänomens durch die Fokussierung auf einige prominente Erscheinungen (u.a. die berühmte Sprachkrise) und die Beschränkung auf rein innerliterarische Forschungsperspektiven zu reduzieren, dabei aber ein höchst fragmentarisches Bild hinterlassen. Diese Forschungslücke zu schließen, ist der Anspruch der vorliegenden Studie. Transdisziplinär wurde der theoretische Hintergrund der literarischen Sprachreflexionder Moderne in das historisch ältere philosophische und religiöse Sprachdenken eingebettet. Durch die Anwendung einer relationalenFeldmethode wurde somit versucht, die unterschiedlichen sprachtheoretischen Positionen der Zeit in eine verbindende Matrix (sprachtheoretisches Feld) zu bringen. Das heuristische Potential der hierbei entwickelten Koordinaten wurde anhand einer umfangreichen Reihe von Fallanalysen (A. Holz, S. George, E. Jünger, H. Ball, A. Döblin, F. Kafka) geprüft und dabei eine sprachreflexive Topik (Logosformeln) herauskristallisiert, die aus dem stilistischen Instrumentarium der Mystik bzw. negativen Theologie in das der Literatur übergegangen ist. Matteo Zupancic ist Postdoc Researcher am IISG (Rom) und wissenschaftlicher Mitarbeiter am SRCTS (Stuttgart). Er hat deutsche unditalienische Literatur an der SNS, der Universität Pisa und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen studiert. 2022 erfolgte die Promotionan der Università di Pisa und Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sprachtheorie, Literatur & Religionund Editionswissenschaften.
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