Description
(Text)
Topographie, Intertextualität und Intermedialität erweisen sich bei W. G. Sebald als die Ecksteine einer "Vernetzungsästhetik", die sich der herkömmlichen so genannten Vergangenheitsbewältigung widersetzt und stattdessen die Katastrophen der Geschichte und ihre Leidensspuren in ihrer jeweils singulären, nicht zu bewältigenden Grausamkeit restituiert. Zu diesem Fazit kommen die in diesem Band versammelten Analysen. Sie gehen den Spuren von Sebalds Dialog mit paradigmatischen Autoren, Künstlern und geschichtsträchtigen Ortschaften nach.
Das vorliegende Buch geht auf die internationale Sebald-Konferenz zurück, die am 30. November und 1. Dezember 2007 an der Université Libre de Bruxelles stattfand.
(Author portrait)
Irene Heidelberger-Leonard, geboren 1944 in der Emigration in Frankreich. Professorin an der Universite Libre de Bruxelles. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Jean Amery und zur zeitgenössischen Literatur, u. a. zu Günter Grass, Alfred Andersch, Jurek Becker, W. G. Sebald.Mireille Tabah lehren Neuere deutsche Literatur an der Université Libre de Bruxelles.