Description
Pflanzen werden in der literaturwissenschaftlichen Forschung bis heute allzu oft ausschließlich figurativ gelesen; entweder werden ihnen auf den Menschen bezogene Bedeutungen zugeschrieben oder sie werden gar ganz übersehen, nicht wahrgenommen. Im Sinne aktueller Strömungen der Ökokritik, der Akteur-Netzwerk-Theorie und des 'New Materialism' gewinnen jedoch die 'Cultural and Literary Plant Studies' an Aufwind: Es gilt, die Pflanzen in literarischen Texten auch als solche zu verstehen und ihnen eine eigene Agentialität zuzuschreiben. Dieser komparatistisch orientierte Sammelband widmet sich aus nachwuchswissenschaftlicher Perspektive jenen zuvor 'überlesenen' vegetabilen Akteuren und vereint dabei Pflanzenlektüren zentraler Texte der Literaturgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit poetologischen Beiträgen über das Schreiben von und mit Pflanzlichem.



