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Description
Mehrsprachigkeit wird gleichermaßen gefeiert, problematisiert, gefördert, gefordert und zu verhindern versucht. Sie gilt als Ziel von Bildung, als Übergang zu Einsprachigkeit, als Problem wie auch als Ressource - je nach Kontext, Kombination der Sprachen oder sprachlichen Varietäten und abhängig von deren jeweils zugeschriebenem Prestige. Trotz der Tatsache, dass Mehrsprachigkeit weltweit den Normalfall darstellt, wird von Monolingualität ausgehend von einer nationalstaatlichen Sicht auf Sprache(n) nicht nur in gesellschaftspolitischen Debatten und Bildungsdiskursen, sondern auch in der Forschung oft noch als Norm ausgegangen. Die Texte in diesem Sammelband setzen sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit der Frage auseinander, wie sprachliche und kulturelle Heterogenität durch (sprachliche) Praktiken hergestellt, aufrechterhalten, zugeschrieben, verdeckt oder verunmöglicht wird, und nehmen dabei insbesondere Widersprüchlichkeiten in den Blick. Andrea Daase ist Professorin für Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bremen. Promoviert hat sie an der Universität Bielefeld zu Sprachsozialisationserfahrungen in den Beruf. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache im Kontext von Schule, Arbeit und Beruf; Funktionale Grammatik im registersensiblen, Professionalisierung von Fachlehrkräften in Deutsch als Zweitsprache; Soziokulturelle Theorien der (Zweit-)Sprachaneignung; Rekonstruktive-interpretative Zweitsprachaneignungsforschung.
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