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Description
Mehrsprachigkeit wird gleichermaßen gefeiert, problematisiert, gefördert, gefordert und zu verhindern versucht. Sie gilt als Ziel von Bildung, als Übergang zu Einsprachigkeit, als Problem wie auch als Ressource - je nach Kontext, Kombination der Sprachen oder sprachlichen Varietäten und abhängig von deren jeweils zugeschriebenem Prestige. Trotz der Tatsache, dass Mehrsprachigkeit weltweit den Normalfall darstellt, wird von Monolingualität ausgehend von einer nationalstaatlichen Sicht auf Sprache(n) nicht nur in gesellschaftspolitischen Debatten und Bildungsdiskursen, sondern auch in der Forschung oft noch als Norm ausgegangen. Die Texte in diesem Sammelband setzen sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit der Frage auseinander, wie sprachliche und kulturelle Heterogenität durch (sprachliche) Praktiken hergestellt, aufrechterhalten, zugeschrieben, verdeckt oder verunmöglicht wird, und nehmen dabei insbesondere Widersprüchlichkeiten in den Blick. Andrea Daase ist Professorin für Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bremen. Promoviert hat sie an der Universität Bielefeld zu Sprachsozialisationserfahrungen in den Beruf. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache im Kontext von Schule, Arbeit und Beruf; Funktionale Grammatik im registersensiblen, Professionalisierung von Fachlehrkräften in Deutsch als Zweitsprache; Soziokulturelle Theorien der (Zweit-)Sprachaneignung; Rekonstruktive-interpretative Zweitsprachaneignungsforschung. Promotion zu Portfolioarbeit in der fremdsprachlichen Schreibförderung; wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Mehrsprachigkeitsforschung an der TU Darmstadt, Leiterin des SchreibCenters der TU Darmstadt (2008-2013);Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Portfolioarbeit, Schreiben in der Fremd- und Zweitsprache, universitäre und schulische Schreibzentrumsarbeit, DaF-/DaZ-Lehrendenausbildung, Sprache, Identität und Macht in mehrsprachigen Kontexten. Stephanie Bergmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Arbeitsgruppe Sprachlehr- und -lernforschung (geleitet von Prof. Dr. Claudia Harsch) an der Universität Bremen. In ihrer Doktorarbeit untersucht sie Mehrsprachigkeit in Sprachkursen im deutschen Hochschulkontext. Ihr besonderes Interesse gilt dabei mehrsprachigen Lehr- und Lernansätzen und der Frage, wie solche Ansätze systematischer eingesetzt werden können. Brigitta Busch forscht und lehrt am Institut für Sprachwissenschaft der Universität Wien und an der Universität Stellenbosch (Südafrika). 2009 wurde ihr an der Universität Wien eine Berta-Karlik-Professur zur Förderung exzellenter Wissenschaftlerinnen verliehen. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen: Mehrsprachigkeit im urbanen und im ländlichen Raum, Minderheitensprachforschung, biographische Zugänge in der Sprachwissenschaft und Forschung zu traumatischem Erleben und Sprache (http://www.heteroglossia.net). Astrid Buschmann-Göbels promovierte im Bereich Anglistik/Linguistik an der Universität Duisburg-Essen. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Angestellte am Sprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen (SZHB), wo sie als stellvertretende Leitung und Sprachkurskoordinatorin tätig ist. Zu Ihren Schwerpunkten gehören Entwicklung von Instrumenten für selbstgesteuertes Lernen, Sprachlernberatung, E-Learning und Assessment, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Lehrer:innenausbildung und berufliche Weiterbildung, v. a. mit Fokus Mediendidaktik und Künstliche Intelligenz. Valentina Crestani ist Professorin für deutsche Linguistik und Übersetzung an der Università degli Studi di Milano. Ihr Forschungsinteresse gilt der deutsch-italienischen kontrastiven Linguistik mit den Schwerpunkten Morphologie, Leichte Sprache und gendersensible Sprache. Sie ist derzeit PI des PRIN-Forschungsprojekts "Human-Centered Artificial Intelligence for Gender Sensitive Linguistic Simplification in German, English and Italian Institutional Communication". Andrea Daase ist Professorin für Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bremen. Promoviert hat sie an der Universität Bielefeld zu Sprachsozialisationserfahrungen in den Beruf. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache im Kontext von Schule, Arbeit und Beruf; Funktionale Grammatik im registersensiblen, Professionalisierung von Fachlehrkräften in Deutsch als Zweitsprache; Soziokulturelle Theorien der (Zweit-)Sprachaneignung; Rekonstruktive-interpretative Zweitsprachaneignungsforschung. Dr. Alisha M.B. Heinemann, Diplom-Pädagogin, hat in der Erwachsenenbildungswissenschaft promoviert und arbeitet aktuell als Post-doc Universitätsassistentin im Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Deutsch als Zweitsprache, Literalitäts- und Adressatenforschung in der Erwachsenenbildung sowie kritische Migrationsforschung. Andreas Jäger ist seit 2018 Universitätslektor für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Bremen. Nach der Promotion zur Typologie periphrastischer 'do'- Konstruktionen an der University of Queensland folgten Lehr- und Forschungstätigkeiten an den Universitäten in Manchester, Stockholm, Wuppertal, Delhi, Frankfurt und Gent. Forschungsschwerpunkte sind neben dem Sprachvergleich diachrone Syntax und Grammatiktheorie mit Fokus auf Konstruktionsgrammatik sowie Koloniallinguistik. M Knappik ist Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Projekt FuturMig - Produktion von Migrationszukünften am Center for Global Migration Studies (CeMig) der Georg-August-Universität Göttingen. Davor war M Knappik am Arbeitsbereich Mehrsprachigkeit in der Schule der Bergischen Universität Wuppertal und am Institut für Germanistik der Universität Wien tätig. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Kritische Migrationsforschung, Rassismus- und Linguizismuskritik in der Lehrer*innenbildung, Linguizismuserfahrungen von Lehrkräften, Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung als soziale Praxis und (linguistische) Ethnographie.



