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Description
Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien sowie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf benötigen in den Eingangsklassen von Grund- und Förderschulen besondere Unterstützung, um einen erfolgreichen Einstieg in den Schriftspracherwerb zu bewältigen. Das vorliegende Material ist das Ergebnis langjähriger praktischer Erfahrungen sowie einer über zwanzig Jahre währenden wissenschaftlichen Auseinandersetzung des Autors mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Durch eine kleinschrittige, systematische Förderung gelingt es auch Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, die ersten Hürden des Lesen- und Schreibenlernens zu überwinden und Sicherheit in der Graphem-Phonem-Korrespondenz, im phonologischen Rekodieren sowie im lautgetreuen Schreiben zu entwickeln.Das Material enthält zudem eine theoretische Einführung mit einem Schwerpunkt auf der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit und der Benennungsgeschwindigkeit sowie auf den sprachwissenschaftlichen Grundlagen des Konzepts für den schriftsprachlichen Anfangsunterricht.Im Praxisteil werden ausgearbeitete Unterrichtsstunden für den Anfangsunterricht in der ersten Klasse bereitgestellt. Diese umfassen unter anderem eine nach sprachwissenschaftlichen Kriterien entwickelte Anlauttabelle, ein eigens konzipiertes Handzeichensystem sowie rund 200 direkt einsetzbare Kopiervorlagen. Durch die systematische Förderung der phonologischen Bewusstheit, die gezielte Automatisierung der Graphem-Phonem-Korrespondenz und die kleinschrittige Vermittlung des alphabetischen Prinzips werden die Kinder sicher auf ihrem Weg zum Lesen und Schreiben begleitet. Prof. Andreas Mayer ist seit 2016 Inhaber des Lehrstuhls für Sprachheilpädagogik (Förderschwerpunkt Sprache und Sprachtherapie) an der LMU München. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind die Diagnostik von Sprach- und Sprechstörungen, die spezifische Akzentuierung des Unterrichts im Förderschwerpunkt Sprache sowie die Theorie und Praxis gestörter Schriftspracherwerbsprozesse. Der Autor hat nach erfolgreichem Abschluss des Studiums der Sprachheilpädagogik und der Verhaltensgestörtenpädagogik 13 Jahre lang als Förderschullehrer an einem Sonderpädagogischen Förderzentrum in den Eingangsklassen gearbeitet, bevor er als abgeordneter Sonderschullehrer zur Verstärkung des Praxisbezugs am Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik (Förderschwerpunkt Sprache und Sprachtherapie) der LMU München sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für schulische und außerschulische Sprachbehindertenpädagogik an der Universität zu Köln beschäftigt war. Sowohl in seiner Dissertation als auch seiner Habilitation setzte sich Andreas Mayer mit den Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schriftspracherwerb und der Frage auseinander, wie auch Schüler*innen mit sprachlichen Beeinträchtigungen und Lernschwierigkeiten ein möglichst erfolgreicher Einstieg in den Schriftspracherwerb gelingt. Die Konsequenzen seiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik für die pädagogische Praxis hat Andreas Mayer in diesen Handreichungen für den schriftsprachlichen Anfangsunterricht mit Risikokindern für die Ausbildung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten zusammengefasst.



