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Description
Das Lot ist ein uraltes Werkzeug. Seit der frühen Bautätigkeit der Menschheit wird ein Lot genutzt, um die Senkrechte (z.B. einer Mauer) zu prüfen. Damit wird eine physikalische Grundlage unseres Lebens genutzt: die Schwerkraft."Na, alles im Lot?" könnten wir jemanden fragen, dem wir begegnen. Damit meinen wir aber nicht: "Stehst Du gerade"? Die Frage zielt vielmehr auf die Befindlichkeit: "Wie geht es Dir"? Das Wort Befindlichkeit kommt von "sich befinden". Wo bist Du gerade? Fühlst Du Dich sicher? Fühlst Du Dich selbstbewusst? Diese Gefühle entstehen nicht "im Kopf". Sie beruhen auf Erfahrungswerten, die Kinder, so wir ihnen Gelegenheit geben, systematisch nachsuchen und aufnehmen. Auf diesen Erfahrungswerten gründet sich unsere Selbstständigkeit.Dieses Buch befasst sich mit der grundlegenden Bedeutung des Gleichgewichtsystems für das Mensch-Sein. Daraus leitet sich die weitreichende Auswirkung vestibulärer Wahrnehmungen für die Kindesentwicklung ab. Das Buch beschreibt den Entwicklungsprozess zur Selbstständigkeit aus anthropologischer, entwicklungspsychologischer und psychomotorischer Sicht. Auf dieser Grundlage werden vielfältige und weitreichende Praxisvorschläge für die Förderung von Kindern in Therapie und Pädagogik entwickelt und in anschaulich bebilderten Beispielen verdeutlicht. Insbesondere werden Praxisbeispiele dafür gegeben, wie Kinder auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt werden können. Rudolf Lensing-Conrady studierte Sport, Pädagogik sowie Mathematik. Als langjähriger Geschäftsführer im Förderverein Psychomotorik Bonn war er maßgeblich an der Umsetzung des psychomotorischen Konzeptes in unterschiedlichen Aufgabenfeldern beteiligt. So entstanden unter seiner Führung über ein wachsendes Angebot dezentraler Förderangebote, vor allem für Kinder, hinaus der Aufbau des Förderzentrums E.J. Kiphard sowie der Förder- und Beratungsstelle Bonn Süd (FöBS) als psychomotorische Modelleinrichtungen. Weitere Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Eröffnung der ersten psychomotorischen Kindertagesstätte "Wolke 7" und die Gründung des "Institut für angewandte Bewegungsforschung". Hier ging es ihm um die wissenschaftliche Bearbeitung psychomotorischer Fragestellungen, etwa der "Rollerstudie", die in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BÁSt) realisiert wurde, oder auch der "Bonner Risikostudie", eine im Auftrage der Unfallversicherer NRW durchgeführte Studie zur Erweiterung der Risikokompetenz von Kindern. Als Mitbegründer und Referent der Rheinischen Akademie leitete er unzählige Fortbildungen mit Schwerpunkten in der Raumgestaltung, in den Themenbereichen Gleichgewicht und sensorische Integration, im Aufbau von Risikokompetenzen sowie im Erwerb mathematischer Kompetenzen.Er ist Autor verschiedener Fachbücher im Bereich der Psychomotorik, die sich zum Beispiel mit der Gestaltung, Konzeption und Zertifizierung von "psychomotorischen Kindertagesstätten", dem Aufbau mathematischen Denkens bei Kindern oder auch der Praxis psychomotorischer Förderung an sich befassen. Mit dem vorliegenden Buch kehrt er zu den Wurzeln seines psychomotorischen Schaffens zurück.



