De haereticis non puniendis - Ketzer dürfen nicht bestraft werden : Rekonstruktion des lateinischen Originaltextes mit deutscher Übersetzung (Schriften der Internationalen Castellio Gesellschaft)

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De haereticis non puniendis - Ketzer dürfen nicht bestraft werden : Rekonstruktion des lateinischen Originaltextes mit deutscher Übersetzung (Schriften der Internationalen Castellio Gesellschaft)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783796555305

Description

Castellios Antwort auf Theodor Beza ist die letzte Toleranzschrift des Basler Humanisten, die im Zusammenhang mit dem «Fall Servet» entstanden ist. Sie wurde 1938 in Rotterdam entdeckt und 1971 in Genf gedruckt. Der hier edierte und übersetzte lateinische Text ist kein Nachdruck der Genfer Edition, die auf der von Castellio wahrscheinlich 1562/63 für eine Veröffentlichung vorbereiteten Fassung beruht, sondern die Rekonstruktion des wohl 1555 fertiggestellten Originaltextes.

Angesichts der Beredsamkeit des Juristen Beza, den Castellio für sachkundiger und eloquenter hielt als Calvin, fand er es notwendig, seine eigenen Argumente zu schärfen und zu präzisieren. Das zeigt sich nicht nur bei der Definition des Häretikers und der Frage, ob er von der weltlichen Obrigkeit zu bestrafen sei, sondern auch dort, wo Castellio die Grenzen der Toleranz oder Themen wie Zweifel, Wissen und Nichtwissen, Gewissens- und Glaubenszwang anspricht, denen er später in Conseil à la France désolée und in De arte dubitandi et confidendi zentrale Bedeutung einräumen wird. Das Werk gibt aufschlussreiche Einblicke in persönliche Details, in die Auseinandersetzung mit Beza, Calvin und weiteren Beteiligten sowie in die damaligen konfessionellen Verhältnisse.

Uwe Plath studierte Geschichte, Latein und ev. Theologie in Hamburg, Freiburg und Basel und wurde 1972 promoviert. Nach pädagogischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten in Basel und Zürich arbeitete er als Studiendirektor im niedersächsischen Schuldienst. Er war Lehrbeauftragter an der Universität Lüneburg und Mitherausgeber der Lüneburger Blätter. Er veröffentlichte zahlreiche Arbeiten über Castellio sowie Übersetzungen von dessen Toleranzschriften und eine Edition von Contra libellum Calvini (Genf 2019).


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