Vieltönige Musik : Spielarten chromatischer und enharmonischer Musik in Rom in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (Schola Cantorum Basiliensis Scripta Bd. 3 3) (1. Aufl. 2013. VIII, 405 S. 15 Abbildungen, 22 Notenbeispiele und 21 &)

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Vieltönige Musik : Spielarten chromatischer und enharmonischer Musik in Rom in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (Schola Cantorum Basiliensis Scripta Bd. 3 3) (1. Aufl. 2013. VIII, 405 S. 15 Abbildungen, 22 Notenbeispiele und 21 &)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783796527357

Description


(Text)
Mit mehr als zwölf Tönen - «cela produit vn bel effet» Der Band beschreibt anhand von Materialien aus Rom zur Zeit des Barberini-Papstes Urban VIII. (amtierend 1623-1644) ein heute in der Musikgeschichtsschreibung weitgehend vergessenes Phänomen - Vieltönigkeit. Bezeichnet ist damit Musik, die mit mehr als zwölf realen, d.h. mit unterschiedlichen Tonhöhen verbundenen Stufen in der Oktave operiert. Heutzutage wird dies mit Mikrotonalität verbunden, entstand seinerzeit aber aus ganz anderen Voraussetzungen heraus, wobei insbesondere die antiken Genera Chromatik und Enharmonik, aber auch die Lösung von Stimmungs- bzw. Temperaturproblemen eine Rolle spielten. In zeitgenössischen Beschreibungen wie aber auch in konkreten Musikalien aus dem Umkreis eines Papstneffen, Kardinal Francesco Barberini, finden sich eindeutige Hinweise auf eine vieltönige Aufführungspraxis, die einerseits mit einem Cimbalo cromatico, also einem Tasteninstrument mit geteilten Obertasten, anderseits mit einem speziellen Ensemble von Viole da gamba des Kardinals verbunden sind. Diese ebenso real praktizierte wie dann auch strukturell wirksame Vieltönigkeit findet ihre Bestätigung und theoretische Begründung in Traktaten von Giovanni Battista Doni (1593-1647), der sich als Gelehrter am Papsthof vor allem mit dem Studium der Antike und der antiken Musik beschäftigte. Seine dabei entwickelten Ideen und praktischen Umsetzungsversuche wurden im Umfeld der Barberini von Komponisten (wie Pietro Eredia, Luigi Rossi, Domenico und Virgilio Mazzocchi) unterstützt. Besonders bedeutsam war dabei das Engagement von Pietro della Valle (1586-1652), der zum wichtigen Beförderer dieser musikalischen Spielart wurde. Wohl bedeutsamer als diese gleichwohl begrenzten Versuche einer musikalischen Antikenrezeption sind die weiterreichenden Folgen in auch scheinbar herkömmlich komponierter Musik. Wie sich zeigen lässt, wurden im römischen Kontext auch die tonartlich ver-rückte´ Musik eines Carlo Gesualdo entsprechend vieltönig aufgeführt - und es wurden Neukompositionen angeregt, die etwa als Madrigali al tavolino´ bekannt wurden. Die kulturhistorische Verortung der Vieltönigkeit - für die der gewählte Zeitraum und Ort nur ein dankbares Beispiel sind - findet sich schließlich in der Darstellung durch den Universalgelehrten Athanasius Kircher. Insgesamt zeigt die Studie zur Vieltönigkeit eine beispielhafte Verbindung von musikalischer Praxis, theoretischer Reflexion und daraus gespeister Innovation. Aus dem Inhalt: Inhalt Einleitung I André Maugars in Rom - «Ie vous asseure que cela produit vn bel effet» Mikrotonale Praxis - «sentir les diuisions des genres Enharmonique & Chromatique» ästhetische Horizonte - «knirschende Klänge»? Orte der Musik - «in Casa di Monsignor Raimondo» «Cantare sopra il Conserto delle sue Viole» - Madrigale von Domenico Mazzocchi «Laccademia delle viole» von Kardinal Francesco Barberini II Giovanni Battista Doni - «quo nostro evo nemo doctius, nemo politius, de Musica scripsit» «Ioannes Baptista Donius natus est Florentiae ...» - «animam Deo reddidit Kal. Dec. A. MDCXLVII. aet. LIII.» Antike Genera und Modi - «quegli effetti maravigliosi» Eine praktische Realisierungsmöglichkeit - «le nostre viole» «E far fabbricare nuovi instrumenti per sonarle» - weitere Instrumente nach Doni «Iay veu quelques curieux Espinettes» - Maugars und Doni III Donis «musica erudita»: Pietro Eredia, Luigi Rossi, Virgilio Mazzocchi und Pietro della Valle Donis «Modulationi» «E qualch un altro anno composto qualche cosa» - Kompositionen von Pietro Eredia und Luigi Rossi «Troadi di Seneca, che si rappresentano ... in gran parte al modo antico» Pietro della Valle - «Stimme eines Modernen» Della Valles Dialogo per la Festa della Santissima Pvrificatione - «di quella maniera nuoua, ò per dir meglio, antichissima rinouata» «La nostra musica erudita» - Della Valles Engagement für Doni «Uscir gli operarii un tantino dalla strada ... de i mulattieri» - Schwierigk
(Author portrait)
Der Autor: Martin Kirnbauer, geb. 1963, war nach einer Ausbildung zum Holzblasinstrumentenmacher und Musikstudien Restaurator für Historische Musikinstrumente am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. 1988-1993 Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Erlangen und Basel (Promotion 1998, Habilitation 2007). Zwischen 1994 und 2004 wissenschaftlicher Assistent und Leiter des Mikrofilmarchivs am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel. Seit 2004 Leiter des Musikmuseums in Basel und Kurator für die Sammlung Alter Musikinstrumente des Historischen Museums Basel.

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