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Description
St. Katharinen in Hamburg brannte 1943 aus und wurde in den 1950er Jahren modern wiederaufgebaut. Otto Münch, Stockhausen, Marcks u. v. a. gestalteten eindrucksvolle Kunstwerke. Der Kunstführer beleuchtet erstmals ihre Botschaften und die durchdachte Gestaltung des Kirchenraums. Im Zweiten Weltkrieg brannte die Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg 1943 komplett aus. In den Jahren 1950 bis 1957 erfolgte der Wiederaufbau. Der Kirchenraum erhielt eine moderne Ausstattung. Zu ihr gehören unter anderem die Reliefs, welche Otto Münch für das Altarretabel, die Kanzel sowie und das Chorgestühl schuf, Hans Gottfried von Stockhausens drei Buntglasfenster, Gerhard Marcks' Gedenktafel für auf See gebliebene Seeleute, Fritz Fleers Bronzetür auf der Südseite und Hans Kocks Bronzetaufe. Die sehr zahlreichen bildlichen Darstellungen an den genannten Artefakten weisen in vielerlei Hinsicht stark ausgeprägte Kohärenzmerkmale auf. Sie zeugen davon, dass für die Neuausstattung von St. Katharinen eine höchst durchdachte Konzeption erarbeitet worden war. Deren Urheber war der Alttestamentler Volkmar Martinus Herntrich, der bereits kurz nach der sog. Machtergreifung in einen grundsätzlichen Konflikt mit dem Nationalsozialismus eingetreten war. Herntrich war seit 1943 Hauptpastor an St. Katharinen und nach dem Krieg Oberkirchenrat, Professor an der Kirchlichen Hochschule und (seit 1956) Bischof der Lutherischen Kirche im Hamburgischen Staate.Der Kunstführer analysiert erstmals die nachkriegsmodernen Artefakte, befragt sie auf deren bildtheologische Aussagekraft und schenkt dabei der longue durée frühneuzeitlicher Bildsprache und Topik besonderes Augenmerk.



