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Description
Das Herzogshaus Arenberg bietet für die Frühe Neuzeit und das lange 19. Jahrhundert das vielleicht beste Beispiel einer übernationalen europäischen Adelsdynastie. Die Herzöge waren vor allem in den ehemals burgundischen Niederlanden begütert, ihr höchster und wichtigster Titel aber stammte aus dem Alten Reich. In der Habsburger Monarchie und in Frankreich etablierten sich Nebenlinien. Der Band betrachtet die verschiedenen daran geknüpften politischen wie sozialen oder auch kulturellen Identitäten über das Ende des Ancien Régime bzw. des Alten Reiches hinweg: von autonomen Reichsfürsten, Herren mehrerer rheinischer Kleinterritorien, die zugleich niederländische Aristokraten waren, zu Großgrundbesitzern im Nordwesten Deutschlands, die aber weiterhin mit Brüssel, Wien und schließlich auch Berlin verbunden waren. Der Erste Weltkrieg schuf hierfür eine unlösbare Konfliktlage: Loyalität zum Staat war nicht mehr verhandelbar, Mehr- oder Überstaatlichkeit von Familien galt nicht mehr. https://download.schnell-und-steiner.de/ihv/9783795438944_inhaltsverzeichnis.pdf Prof. Dr. Martin Wrede lehrt als Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit (Histoire moderne) an der Universität Grenoble.



