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Description
Jean-Jacques Rousseau war einer der bedeutendsten Schriftsteller im Zeitalter der Aufklärung. Zugleich war er derjenige, der die selbsternannten »philosophes« am grundlegendsten kritisierte, da er dem individuell-menschlichen Aufklärungsprogramm die Forderung nach politischer Emanzipation der Bürger entgegenstellte. Dadurch wurde er auch zu einem scharfen Kritiker der Naturrechtstheorien, deren wichtigste Grundannahmen - die Gleichheit und Freiheit der Bürger sowie die vermeintliche Künstlichkeit des Staates und seiner Grundgesetze - er jedoch übernahm.Doch Rousseau rechtfertigte weder die Monarchie noch eine feudale Gesellschaftsordnung, wie es seine Vorgänger und Zeitgenossen taten. Er kritisierte sogar den von den Ökonomen seiner Zeit verteidigten Eigentumsbegriff, der die Interessen großer Landbesitzer und Händler über die des Staates stellte. Welche Ziele aber verfolgte Rousseau mit seiner Kritik? Dieser Frage geht der vorliegende Band nach, indem er den Autor in die Diskurse seiner Zeit einordnet und insbesondere auch dessen Rolle in den politischen Debatten seiner Heimatstadt Genf eingehend erörtert.Der Band bietet darüber hinaus eine Einführung in Rousseaus Schriften im Kontext zeitgenössischer Auseinandersetzungen. Skadi Siiri Krause ist Politikwissenschaftlerin und verfügt über umfangreiche Lehr- und Forschungserfahrung an verschiedenen europäischen Universitäten. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Demokratietheorie und politische Ideengeschichte. Außerdem arbeitete sie im europäischen politischen Umfeld; u.a. war sie als Europareferentin im Verbindungsbüro des Deutschen Bundestages in Brüssel und bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union tätig.



