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Description
Beratung nimmt im Vorbereitungsdienst an Bedeutung zu und ist bislang untertheoretisiert. Die vorliegende Ethnografie verbindet beratungswissenschaftliche mit professionstheoretischen Ansätzen und verortet Beratung in pädagogischen Kernseminaren in NRW als paradox strukturierte Praxis zwischen Unterstützung, Instruktion und Bewertung. Durch die Rekonstruktion der Rahmenbedingungen wird sichtbar, wie institutionelle Vorgaben Machtasymmetrien und Performanz begünstigen, wodurch reflexive Prozesse begrenzt werden. Die Studie leistet einen Beitrag zur Konkretisierung eines Beratungsbegriffs der vom Feld nahegelegt wird und liefert Impulse für eine theoriegeleitete und praxisnahe Weiterentwicklung. Tina Heitmann, Jg. 1977, Dr. phil., ist Beratungs- und Erziehungswissenschaftlerin, Supervisorin (MA), staatlich anerkannte Dipl.-Sozialpädagogin und war langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Supervision und Beratung, Soziale Ungleichheit, Methoden und Theorien der Sozialen Arbeit, sowie Ethnografie. Zurzeit ist sie im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching (DGSv).



