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Description
Wie ein Wunder muten die Gedichte von Maria Christiane Benning (1923-1957) an. Die aus einfachen Verhältnissen stammende junge Frau musste schon früh als Hilfsarbeiterin zum Familienunterhalt beitragen und genoss deshalb formal gesehen keine hohe Bildung. Von Poetik hatte sie genau so wenig gehört wie von Theosophie oder Anthroposophie. Dennoch trat sie als 21-Jährige mit Gedichten hervor, in denen ein klassisches Schönheitsideal, von eigenständiger Spiritualität erfüllt, noch einmal zum authentischen künstlerischen Ausdruck wurde. Als ihr späterer Verleger sie befragte, woher sie denn das alles wisse, worüber sie dichtete, sagte sie einfach: »Das sehe ich.« Ihr lyrisches Werk, das bisher nur verstreut und in längst vergriffenen Ausgaben erschienen ist, wird mit dem vorliegenden Band erstmals vollständig zugänglich. Maria Christiane Benning wurde am 28. Mai 1923 in eine münsterländische Handwerkerfamilie geboren. Die Not der Verhältnisse zwang die Heranwachsende, sich als Magd, Hilfsköchin und zuletzt als Zimmermädchen in einem Sanatorium zu verdingen, wo sie durch ihre pädagogische Begabung auffiel. Schließlich wurde sie Schulhelferin. 1944 wurde ihr dichterische Begabung entdeckt und sie begegnete über ihren späteren Verleger der Anthroposophie, deren Inhalte bereits in ihr lebten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie Klassenlehrerin an der Waldorfschule in Wuppertal, wo sie bei den ihr anvertrauten Kindern tiefen Eindruck hinterließ. Daneben setzte sie ihre umfangreiche schriftstellerische Arbeit, mit Gedichten, Theaterstücken und Übersetzungen, fort. Ihre Studien zur keltischen Mythologie sind im Mellinger Verlag erschienen und bis heute erhältlich. Maria Christiane Benning starb nach kurzer Krankheit am 7. November 1957.



