Description
Die Methodik der Satzungsauslegung im privatrechtlichen Verband zählt zu den klassischen Streitfragen des Gesellschaftsrechts. Gestützt auf historische, rechtsvergleichende und dogmatische Befunde zeigt die Arbeit, dass die herrschende Auslegungsdogmatik weder historisch vorgezeichnet noch dogmatisch zwingend ist - und plädiert für eine einheitliche, an den Grundsätzen der 133, 157 BGB orientierte Satzungsauslegung. Maßgebend für das der Satzung zugrunde zu legende Verständnis ist der größte gemeinsame Empfängerhorizont ihrer Adressaten. Dieser ist im Rahmen einer typologischen Betrachtung anhand der konkreten Verbandsstruktur sowie der Art der betroffenen Satzungsbestimmung zu ermitteln.



